Buntes Flohmarkttreiben in Thönse

Wie hier in der Langen Reihe gab es zahlreiche Stände, die sich zusammen taten - eine gute Idee, um mehr Kunden anzulocken.

51 Stände luden zum Trödeln und Stöbern ein

VON DANA NOLL

THÖNSE. Einen schöneren Sonntagsausflug hätten sich viele Pärchen, Familien und Schnäppchenjäger nicht wünschen können. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen sattelten sie ihre Räder und kamen mit Kind und Kegel nach Thönse. Hier fand zum 3. Mal der Garagen-Flohmarkt statt. Auf den Höfen herrschte ein munteres Treiben und es wurde gefeilscht, gestöbert oder nur geklönt. Ein besonders buntes Flohmarkttreiben gab es entlang der Engenser Straße, der Großburgwedeler Straße, auf der Langen Reihe, im Moorgarten, im Reihermoorweg, auf der Wettmarer Straße sowie im Wäldchen.
An über 50 Ständen wurde von Spielzeug, über Haushaltsartikel, Schmuck bis hin zu Büchern und diversem Krimskrams alles verkauft, was der heimische Dachboden oder Keller hergibt. So wie bei Britta Strauss aus Neuwarmbüchen. „Ich war im Vorjahr noch als Besucherin hier und bin nun selbst Verkäuferin . Ich habe schon gut verkauft und es ist wirklich eine schöne Atmosphäre.“ Auf ihren Verkaufstischen türmten sich Kleidung und Spielsachen ihrer Kinder. Auch bei Andrea Zarach aus Thönse wurden die Kinderzimmer ausgemistet. „Wir sind das erste Mal dabei und zufrieden. Ich bin froh, dass die Sachen endlich weg gehen. Man hat so viele Dinge, und die Kinder möchten auch mal etwas Neues.“ Den Erlös möchte die Familie „in den Urlaub stecken“. Bei Anja Räcke, ebenfalls aus Thönse, gibt es keine Kinderkleidung oder Spielzeug. „Das meiste ist von einer Haushaltsauflösung  der Eltern“, erzählt sie. Eine Langenhägerin interessiert sich derweil für ein Porzellan-Glöckchen, das für nur zwei Euro über den Ladentisch gehen soll. Verkauft wird es dann für 1,50 Euro – Handeln gehört auf dem Flohmarkt zum guten Ton, verrät uns die „Flohmarkt-Expertin“.
Julius ist noch kein Flohmarkt-Experte, aber auf dem besten Weg dahin. Der 6-jährige erklärt seinen Eltern genau, was er haben möchte und was eben nicht. „Das passt nicht immer so mit unseren Vorstellungen überein“, schmunzelt Britta Mühlenberg, „Aber bei den günstigen Preisen kann man mal ein Auge zudrücken!“