Bürgermeisterkandidat Mirco Zschoch tischte zum 1. Polit-Dinner auf

Für die wohlgemeinten Wahlkampfratschläge gab es von Mirco Zschoch (re.) einen prallen Blumenstrauß für Ursula von der Leyen (Mi.). Dr. Ernst Albrecht (li.) zeigte sich an diesem Abend ganz als stolzer Vater seiner Tochter. (Foto: Georg Bosse)

Politik und Kulinarisches mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen

BURGDORF (gb). Das 1. Polit-Dinner der Burgdorfer Christdemokraten sei der Auftakt zu einer Reihe von Aktivitäten, um den eigenen, frisch gekürten Bürgermeisterkandidaten Mirco Zschoch in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, mit wichtigen Personen ins Gespräch zu kommen und der Allgemeinheit CDU-Politik noch näher zu bringen, erläuterte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Barthold Plaß am vergangenen Freitagabend im Burgdorfer Hotel/Restaurant „Am Försterberg“.
Zu den wichtigen Personen an diesem politischen Schlemmerabend gehörten unter anderem Niedersachsens Alt-Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht, Lehrtes Landtagsabgeordneter Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, Dieter Lüddecke und Armin Pollehn (beide FDP) sowie Pastor Michael Schulze. Dass für die Burgdorfer CDU spätestens seit dieser illustren Dinner-Runde der Kampf ums Bürgermeisteramt begonnen hat, war an der Anwesenheit der Beinhorner Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen abzulesen. Für die politischen Auseinandersetzungen um den Chefsessel im Burgdorfer Rathaus gab die Politikerin ihrem Parteifreund Zschoch drei wohlgemeinte Ratschläge mit auf seinen Wahlkampfweg: Verlässlichkeit, keine unerfüllbaren Versprechen abgeben sowie Probleme ansprechen, annehmen und an ihre Lösungen herangehen.
Mit (Anfangs-)Problemen hat Ursula von der Leyen Erfahrung. Der Start der CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition sei schwierig gewesen, sagte sie, weil die Erwartungen sehr hoch gewesen seien. Und dann musste auch an die Folgen und Lösungen der Finanzkrise politisch richtig heran gegangen werden. Richtig war in der damaligen Situation der so genannte „Rettungsschirm“, der von Angela Merkel, damals noch Kanzlerin einer großen, schwarz-roten Koalition, mit dem früheren Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) aufgespannt worden sei, so von der Leyen. „In Deutschland sitzt die Angst vor Inflation und dem Verlust von Arbeitsplätzen tief. Aber momentan beobachten wir einen sich erholenden und robusten Arbeitsmarkt“, wechselte die Bundesministerin thematisch wieder in ihr Ressort.
Zu seinen Plänen als möglicher Bürgermeister von Burgdorf sagte Mirco Zschoch, dass er sofort damit beginnen würde, eine „Stadtentwicklungsgesellschaft“ ins Leben zu rufen. „Die Stadt muss Schulden und Ausgaben abbauen. Dieses neue Gremium müsste sich dafür professionell um die kommunale Infrastruktur und Energieversorgung kümmern“, erklärte der CDU-Kandidat.