Bürgermeister pflückt ersten Stern

Bürgermeister Armin Pollehn und Christa Weilert-Penk von der SPD-Fraktion pflücken die ersten Wunschsterne vom Tannenbaum vor dem Frauen- und Mütterzentrum. (Foto: Stadt Burgdorf)

Kinder können Wünsche noch bis zum 30. November beim Frauen- und Mütterzentrum einreichen

Burgdorf (r/fh). Geschmückte Tannen sind in der Adventszeit keine Seltenheit im Straßenbild - doch das Bäumchen vor dem Frauen- und Mütterzentrum ist mehr als eine hübsche Weihnachtsdekoration. Denn wer ein bisschen näher herantritt, erkennt, dass auf den bunten Sternen, die in den Zweigen hängen, Wünsche stehen. Noch bis Montag, 30. November, können Burgdorfer Kinder und Jugendliche aus Familien mit knappem Budget Weihnachtswünsche im Wert von maximal 25 Euro nennen. Sie werden dann anonymisiert auf Sterne geschrieben und in den Baum gehängt.
Bis Ende der vergangenen Woche waren auf diese Weise bereits 27 Wünsche zusammengekommen und die meisten sind sehr bescheiden: zum Beispiel kleinere Spielsachen, Bücher, Malutensilien oder Kleidung. Um einige davon zu erfüllen, haben Bürgermeister Armin Pollehn, der Vorsitzende des SoVD-Kreisverbandes Adolf W. Pilgrim, der Vorsitzende der WGS-Fraktion Volkhard Kaever sowie Christa Weilert-Penk und Christiane Gersemann von der SPD-Fraktion bereits die ersten Sterne abgepflückt.
Bürger, Vereine und Unternehmen, die ebenfalls einen Wunsch erfüllen möchten, können sich bis zum 11. Dezember einen Stern aussuchen und unter Angabe der Nummer des Sterns25 Euro an das Frauen- und Mütterzentrum überweisen. Die Helferinnen kaufen daraufhin das Geschenk. Wer selbst einkaufen möchte, kann das Geschenk unverpackt bis zum 11. Dezember im Frauen- und Mütterzentrum abgeben. Auch in diesem Fall sorgen die Helferinnen dafür, dass das Geschenk rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegt.
Aber noch nimmt das Frauen- und Mütterzentrum auch weitere Wünsche an: Kinder und Jugendliche aus Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen, können sie noch bis zum 30. November einreichen. Dafür schicken sie eine E-Mail an info@frauen-und-muetterzentrum.de oder werfen einen Zettel in den eigens dafür angebrachten Briefkasten am Frauen- und Mütterzentrum, Wallgartenstraße 33/34. Dabei müssen sie ihre Kontaktdaten und ihr Alter angeben. Die Kinder, die beschenkt werden, und ihre Familien bleiben aber anonym. Nur die Mitarbeiter des Frauen- und Mütterzentrums können die Wünsche anhand von Nummern zuordnen.
Da die Aktion auf finanzielle Ressourcen angewiesen ist, sponsern die AWO und die Stadt Burgdorf das Pilotprojekt mit jeweils 250 Euro. Das Geld deckt die Materialkosten, den Aufwand der Helfer, insbesondere aber auch jene Wünsche, für die sich kein Pate findet.