Brand in der Silvesternacht

Die Feuerwehr ist bei dem Wohnungsbrand in der Silvesternacht mit Drehleiter im Einsatz. (Foto: Feuerwehr Burgdorf)

Feuerwerkskörper setzt Wohnung in Brand / Zwei Nachbarinnen sammeln über eine Facebook-Gruppe Kleiderspenden für die Familie

BURGDORF (fh). Eine Feuerwerksrakete hat in der Silvesternacht einen Wohnungsbrand an der Retschystraße ausgelöst. Sieben Menschen wurden mit dem Verdacht einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer nicht vorsätzlich verursacht wurde, sondern es sich um einen Unfall handelt. Den Schaden schätzt sie auf 100.000 Euro.
Gegen 0.15 Uhr hatten Anwohner, die gemeinsam auf der Straße den Jahreswechsel feierten, die Flammen in einer Wohnung im sechsten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses in der Burgdorfer Südstadt bemerkt. Sie machten die betroffenen Bewohner darauf aufmerksam und alarmierten die Rettungskräfte.
Die Mutter und ihre beiden Töchter, die im sechsten Stock lebten, eilten daraufhin zusammen mit vier Nachbarn in die brennende Wohnung, um ihre Katze zu retten und einige Habseligkeiten und Dokumente herauszuholen. Doch das Feuer hatte sich bereits massiv ausgebreitet. Alle sieben mussten mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht werden. Die Katze ist bei dem Feuer ums Leben gekommen. Die Ortsfeuerwehren Burgdorf, Dachtmissen, Hülptingsen und Weferlingsen waren mit insgesamt 64 Einsatzkräften, darunter mehrere Atemschutzgeräteträger, bis 5 Uhr morgens vor Ort und haben den Brand mit zwei C-Rohren von innen und einem von außen gelöscht.
Vorsorglich hatte die Polizei alle Bewohner des betroffenen Hauses, und der beiden benachbarten Gebäude aufgefordert, die Wohnung zu verlassen. Einige blieben in der Nähe, um das Geschehen zu verfolgen. Andere kamen bei Verwandten oder Freunden unter. Insgesamt 18 Personen wurden in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) betreut. In der Nacht beziehungsweise am frühen Morgen konnten viele Bewohner wieder in das Haus zurückkehren, mussten allerdings auf Heizung und warmes Wasser verzichten, weil in der betroffenen Wohnung auch Verbindungsstücke der Heizungsrohre geschmolzen waren und massiv Wasser austrat. Die Bewohner der beiden oberen Etagen konnten zunächst nicht in ihre Wohnungen zurück. Die meisten von ihnen blieben bei Freunden oder Verwandten. Fünf brachte die Stadt vorübergehend in der Flüchtlingsunterkunft Vor dem Celler Tor unter.