Bolzum wird zur Ideenschmiede für Klimaschutzmaßnahmen

Gemeinsam für GUTKLIMA in Bolzum, Initiatoren und Verbundpartner des Projektes.

Auftaktveranstaltung zum Projekt „GUTKLIMA“

VON DANA NOLL

BOLZUM. „Klimaschutz fängt an der eigenen Haustür an“, so heißt es. Und so sollen es auch die Bolzumer halten, wenn es nach den Initiatoren des Projektes „GUTKLIMA: Gutes Klima im Dorf – klare Zukunft im Blick. Bolzum auf dem Weg zur KlimaNachbarschaft“, geht.
Gefragt sind Ideen, die den Klimaschutz in den Alltag und die Nachhaltigkeit in den Ort bringen. Dazu fand nun eine Auftaktveranstaltung statt, zu der über 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen waren.
Die Bolzumer Ortsbürgermeisterin Dr. Silke Lesemann und der Bürgermeister von Sehnde Carl Jürgen Lehrke unterstrichen in ihren Begrüßungsworten, die Bedeutung eines Klimaschutz-Projekts für den Ort – übrigens eines von insgesamt neun bundesweit geförderten Verbundprojekten.
„Das Themenfeld ist vielfältig, es gibt zahlreiche Handlungsfelder. Wir freuen uns, dass das Projekt in Bolzum startet, es ist spannend, weil niemand weiß, was entsteht. Die Ideen werden im Dorf von den Bürgern entwickelt“, erklärt Frauke Lehrke, Projektleitung Dorfladen Bolzum. „Dieses Projekt setze auf die Möglichkeit, gemeinsam eine nachhaltige Zukunft mit mehr Lebensqualität zu gestalten“ fügt Anne Kessel, Projektmitarbeiterin der Stadt Sehnde hinzu, "Jetzt ist die Bevölkerung gefragt!“
„Und die hat in Bolzum schon einiges auf die Beine gestellt“, weiß Carl Jürgen Lehrke zu berichten, „Hier gibt es eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft, siehe die Gründung des Dorfladens.“
Unterstützung kommt dabei von den Verbundpartnern. Dazu zählen neben Carl Jürgen Lehrke, der Dorfladen Bolzum vertreten durch Michaela Oldeweme, die evangelische Kirchengemeinde Bolzum vertreten durch Michael Walkling, die AWO Region Hannover vertreten durch den stellvertretenden Geschäftsführer Dirk von der Osten sowie die Region Hannover durch die Leiterin der Klimaschutzleitstelle Rike Arff und die Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung Sonja Beuning. Dazu kommen personelle Hilfestellungen sowie Fördermittel in Höhe von 340.000 Euro – weiteres Fördergelder ist für die Umsetzung der Maßnahmen möglich.
Ob Projektideen weiterentwickeln, die Recherche von Fördermöglichkeiten, Texte verfassen oder bei Veranstaltungen Fotos machen, je nach Zeitbudget und eigenen Vorlieben können sich alle Bürger in das Projekt einbringen. Erste Vorschläge wurden bereits auf der Auftaktveranstaltung zusammen getragen wie beispielsweise, einen kleinen Acker zusammen mit Kindern zu bestellen, Brachflächen zu begrünen, eine Streuobstwiese auf der Friedhofserweiterung anzulegen oder die Produkte im Dorfladen nach ihrer Klimafreundlichkeit zu kennzeichnen.
Im Januar geht das Projekt in die nächste Runde. Hier findet am 19.1. 2019 ab 13 Uhr ein Ideen-Fest statt, bei dem die Klimaschutz-Ideen der Bürger intensiv diskutiert werden.