Bilder der Hoffnung

Hussein Gire Pire stellt seine Bilder in der Magdalenenkapelle aus. (Foto: r)

Hussein Gire Pire hat während seiner Flucht aus Syrien begonnen zu malen / Ausstellung in der Magdalenenkapelle

BURGDORF (r/fh). Der Burgdorfer Künstler mit syrischen Wurzeln Hussein Gire Pire stellt seine Bleistiftzeichnungen und farbintensiven Acrylbilder vor. Mit seiner Ausstellung "Mein Wunsch ist...!" beginnt der Kulturverein Scena die diesjährige Kunstsaison in der Magdalenenkapelle auf dem alten Friedhof unter der Hochbrücke. Die Ausstellung ist bis zum 19. Mai immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Hussein Gire Pire hat zu malen begonnen, als er auf seiner Flucht aus Syrien drei Monate lang in eine, bulgarischen Gefängnis festgehalten wurde und sich eine Zelle mit 30 anderen Männern teilen musste. Mit den Bildern wollte er sich ablenken und sich Mut machen.
Hussein Gire Pire wurde am 3. Januar 1989 im syrischen Kahtanya geborene und begann ein Soziologie-Studium in Damaskus. Dann habe ihn der IS-Terror zur Flucht gezwungen. Zusammen mit seiner Familie machte er sich auf den Weg ins türkische Izmir, wo seine Eltern zurückblieben. Er selbst lief alleine zu Fuß weiter und erreichte in sieben Monaten nach etwa 5000 Kilometern über Bulgarien, Serbien, Ungarn und Österreich schließlich Deutschland. Jetzt ist er frisch verheiratet und lebt mit seiner Familie in Burgdorf.