Bilder aus Sand

In den farbenfrohen Bildern aus Sand spiegeln sich die afrikanische Kultur und Kunsttradition wider. (Foto: privat)

Der Kulturverein Scena zeigt Werke des Künstlers Lune Ndiaye

Burgdorf (r/fh). Großformatige, farbenfrohe Bilder prägen zur Zeit die Atmopshäre in der kleinen Magdalenenkapelle auf dem alten Burgdorfer Friedhof unter der Hochbrücke. Der Kulturverein Scena zeigt dort Werke des Künstlers Lune Ndiaye. Viele davon hat er mit einer als "Sablage" bezeichneten Technik aus Sand geschaffen. In ihnen spiegeln sich die afrikanische Kultur und Kunstauffassung wider. Die dargestellten Szenen haben oftmals einen mystischen Hintergrund, wie beispielsweise die Menschenprozession um einen Baobab, den heiligen Baum. In jüngerer Zeit hat sich Ndiaye verstärkt der Acryl-Spachteltechnik verschrieben, wobei seine Figuren abstrakter gefasst sind. „Meine Bilder sind eine Botschaft für den Frieden, den Respekt und das friedliche Zusammenleben mit der Natur und zwischen den Kulturen", sagt er selbst über seine Kunst.
Lune Ndiaye stammt aus dem Senegal und lebt und arbeitet seit 2005 in Hannover. „Wir wurden über einen Zeitungsartikel auf Lune aufmerksam und haben uns dann gleich mit ihm in Verbindung gesetzt“, sagt Michael Polte, der bei Scena die Kunst-Aktivitäten in der Magdalenenkapelle leitet.
Die Ausstellung mit dem Titel „Besuch“ ist bis zum 11. Oktober jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr in der Magdalenenkapelle zu sehen, zum Kunstmarkt am Sonntag, 6. September, öffnet sie von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.