Besucher strömen in die City

Die Oldtimer waren ein besonderer Hingucker am verkaufsoffenen Sonntag.

Bevor die Zahl der Corona-Infektionen auch in Deutschland anstieg und umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen erfriffen wurden, konnte der verkaufsoffne Sonntag am 8. März in Burgdorf noch stattfinden

BURGDORF (dno). Obwohl in Burgdorf noch keine Corona-Infektion aufgetreten ist, wurden am vergangenen Wochenende auch dort fast alle Veranstaltungen abgesagt und seit gestern müssen auch viele Einzelhändler schließen, um die weitere Ausbreitung einzudämmen oder zu verlangsamen. Eine Woche vorher lockte der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres hingegen noch zahlreiche Besucher in die Burgdorfer Innenstadt.
Das Wetter am 8. März war ideal dafür – zu schön, um nur zu Hause zu bleiben, nicht gut genug, um den Garten auf Vordermann zu bringen. Und so waren bereits kurz nach 13 Uhr die besten Parkplätze vergeben und die Sonntagsbummler stürmten die über 50 geöffneten Geschäfte. Zur großen Freude der Einzelhändler, die über das große Interesse begeistert waren. Neue Kollektionen, frühlingshafte Mode, satte Rabatte und vielfältige Aktionen sorgten für gute Geschäfte.
Das Stadtmarketing Burgdorf (SMB) hatte sich rund um den Einkaufssonntag, der unter dem Motto „Burgdorfer Sonntag und Auto-Frühling“ stand, ein buntes Programm überlegt. Auf dem Spittaplatz und an der unteren Marktstraße präsentierten die Autohäuser, ihre neuen Modelle. Rund um die Neue Torstraße wurde auf dem Flohmarkt gefeilscht und gehandelt. Besonders Lego-Modelle, Dachbodenfunde oder Zeitschriften, Schallplatten und Bücher aus unserer Kindheit waren gefragt.
Viele Schaulustige und Fans historischer Fahrzeuge kamen auch, um einen Blick auf die Oldtimer des VVV-Oldtimer-Treffs zu erhaschen. An den Fahrzeugen wurde gefachsimpelt oder die ein oder andere Anekdote ausgetauscht, die so mancher Autoliebhaber zu berichten hatte.
Für einen kulinarischen Zwischenstopp sorgten die Gastronomen, die mit Bratwurst, Steaks, Pulled-Pork und Frikadellen-Brötchen, Eiskugeln, Waffeln und Süßkram lockten.
Für die jüngsten Besucher gab es ein nostalgisches Kinderkarussell, Geschicklichkeits- und Bewegungsspiele.
Auch die Infostände der Stadtwerke Burgdorf sowie der Polizei Burgdorf waren gut besucht. Hier stand vieles unter dem Aspekt der E-Mobilität. So interessierten sich die Burgdorfer für die Ladeinfrastrukturen, die Installationsmöglichkeiten von Ladesäulen, Kosten und Reichweite der E-Fahrzeuge. Michael Rheinhardt und Robert Berg von den Burgdorfer Stadtwerken standen dazu Rede und Antwort.
Am Infowagen der Polizei Burgdorf informierte unter anderem Stefanie Eckler über die E-Kleinstfahrzeuge-Verordnung, die eben deren Nutzung auf öffentlichen Straßen regelt. Das beinhaltet auch das Führen von Elektrorollern oder auch E-Skootern, die eine Versicherungsplakette und Betriebserlaubnis haben müssen. „Zum Fahren werden die Radwege genutzt, außer es ist ein Zusatzschild „Radfahrer frei“ vorhanden, dann ist es für die E-Tretroller verboten“, erklärt sie. Auch die beliebten Hoverboards dürfen „nur auf Privatgelände gefahren werden“, so Stefanie Eckler, „Im öffentlichen Straßenverkehr sind sie  verboten.“ Und „ein Führerschein ist dafür nötig“, ergänzt sie.