Besuch aus Berlin

Bürgermeister Armin Pollehn empfängt die Bundestagsabgeordnete Rebecca Schamber an seinem Amtssitz im Rathaus II.
 
Bürgermeister Armin Pollehn tauscht sich mit Rebecca Schamber (rechts) und ihrer Mitarbeiterin Johanna Degro aus, die ihrerseits Mitglied im Burgdorfer Rat ist.

Die neu gewählte Bundestagsabgeordnete Rebecca Schamber trifft Bürgermeister Armin Pollehn

Burgdorf (fh). Bei der Bundestagswahl im September hat Rebecca Schamber das Direktmandat im Wahlkreis 43 gewonnen, zu dem auch Burgdorf gehört. Am Mittwoch war die SPD-Politikerin nun zum Antrittsbesuch bei Bürgermeister Armin Pollehn zu Gast. „Enge Kontakte zu den Städten und Gemeinden in meinem Wahlkreis sind mit wichtig, weil die Kommunen eine tragende Säule in unserer Demokratie sind“, betont die 46-Jährige.
Ein wichtiges Gesprächsthema der beiden war der Ausbau der Windenergie, der in Burgdorf vor allem an Belangen der Bundeswehr scheitern könnte. Laut einem Planungsbüro ist im Stadtgebiet gleich mit mehreren Tabu-Zonen für Windräder zu rechnen, beispielsweise in einem weiträumigen Umkreis um den Heeresflugplatz Celle, in Niedrigflugschneisen für Hubschrauber bei Immensen und in Korridoren für Funkfeuer. „Ich bin diesbezüglich bereits mit der Region Hannover, aber auch mit meinem Bundestagskollegen Matthias Miersch im Gespräch“, sagt Schamber.
Miersch hat für die SPD das Direktmandat im Nachbarlandkreis gewonnen, der unter anderem Lehrte, Sehnde und Uetze umfasst. Seine Schwerpunkte innerhalb der Fraktion liegen bei den Themen Umwelt und Klimaschutz, während Schamber Mitglied im Verteidigungsausschuss ist. „Somit haben wir beide Bereiche im Blick, die hier aufeinandertreffen – Klimaschutz und Bundeswehr“, fasst Schamber zusammen. Ihr Ziel sei es, beides in Einklang zu bringen. So müssten beispielsweise die Funkfeuer kein Ausschlusskriterium sein, wenn sich dafür neue technologische Lösungen finden ließen, hofft sie. Das wolle sie gemeinsam mit den Akteuren ausloten.
Armin Pollehn empfing Schamber nicht nur an seinem Amtssitz im Rathaus II, sondern zeigte ihr bei einem kleinen Rundgang auch das Rathaus I an der Marktstraße. „Dabei sind wir auch über die Verkehrssituation in der Burgdorfer Innenstadt und die künftige Entwicklung der Mobilität ins Gespräch gekommen“, so der Bürgermeister. Um den Klimaschutz voranzubringen seien auch in diesem Bereich große Transformationsprozesse nötig, bei denen sowohl die Kommunen vor Ort als auch Bund und Land gefragt seien.
Außerdem hat sich Bürgermeister Pollehn mit Rebecca Schamber über die gegenwärtige Corona-Lage, die Debatte über eine mögliche Impfpflicht und die Proteste der Montagsspaziergänger ausgetauscht. Die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen müssten in der Regel vor Ort in den Kommunen umgesetzt und kommuniziert werden. „Das ist gerade für ehrenamtlich Politiker zum Teil eine große Herausforderung“, so Schamber.
Sie engagiert sich selbst weiterhin ehrenamtlich in der Lokalpolitik und ist Rats- und Ortsratmitglied in Neustadt am Rübenberge. „Ich will nicht im Glashaus in Berlin sitzen, sondern die Herausforderungen in den Kommunen hautnah mitbekommen“, begründet sie. Deshalb sei ihr auch der Austausch mit allen acht Bürgermeistern in ihrem Wahlkreis so wichtig.
In den Kommunen werde der Grundstein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gelegt. „Wenn das dort nicht mehr funktioniert und die Menschen unzufrieden sind, stellen sie schnell das ganze System in Frage“, sagt Schamber und ergänzt: „Ich halte es deshalb für wichtig, dass Bund und Land die Kommunen stärker in den Blick nehmen!“

Bürgersprechstunde per Telefon

Am Donnerstag, 10. Februar bietet die SPD-Bundestagsabgeordnete Rebecca Schamber von 16.30 bis 19 Uhr eine telefonische Sprechstunde an. Sie bittet interessierte Bürger, sich vorher anzumelden, per E-Mail an rebecca.schamber.wk@
bundestag.de oder unter Telefon (0511) 1674283.