Besonderes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet

Birgit Meinig überreicht die Burgdorfer Bürgermedaille 2018 an Elisabeth Wöhler (v.r.). Foto: Georg Bosse
 
Die Laudatoren Birgit Meinig (li.) und Matthias Paul (re.) mit den Bürgermedaillenträgern 2018, Elisabeth Wöhler und Regina Ethner (v.l.). Foto: Georg Bosse

Elisabeth Wöhler und Regina Ethner erhalten Bürgermedaille 2018

BURGDORF (gb). Zum wiederholten Mal sind Burgdorfer Personen, die sich in besonderer Weise um die Stadt und ihre Mitbürger verdient gemacht haben, mit der Bürgermedaille ausgezeichnet worden - „and the winner 2018 are“: Elisabeth Wöhler aus Ramlingen/Ehlershausen und Regina Ethner aus Schillerslage.
Zum Auftakt dieser würdigenden Sondersitzung im Ratssaal des Schlosses am Spittaplatz, begrüßte Christa Weilert-Penk am vergangenen Donnerstagabend die anwesenden, in der Vergangenheit Ausgezeichneten sowie die zwei Nominierten und Gäste. „Seitdem unsere Satzung im August 2001 dahingehend geändert wurde, den besonderen Stellenwert ehrenamtlich engagierter Menschen in Burgdorf und seinen Ortschaften offiziell zu würdigen, sind bislang 30 Persönlichkeiten mit der Bürgermedaille geehrt worden, von denen leider bereits fünf verstorben sind“, sagte Weilert-Penk.
Als Laudator stellte der stellvertretende Bürgermeister, Matthias Paul, die Verdienste von Regina Ethner vor: „Regina Ethner gehört zu den Menschen, die Dinge anpacken und zum Besseren wenden wollen. 1942 aus Görlitz (Oberlausitz) in den Westen gekommen, hat sie in Burgdorf eine neue Heimat gefunden und lebt seit Mitte der 1980er Jahre mit ihrem Gatten Michael in Schillerslage Gemeinschaft. Nach ihrem aktiven Erwerbsleben wandte sie sich dem Natur- und Tierschutz zu, der ihr sehr am Herzen liegt.“ Beim Freiwilligenzentrum „Bürger für Bürger“ war Regina Ethner eine Initiatorin der ersten Stunde. Im Laufe der Zeit etablierte sich in der Burgdorfer Mittelstraße 37 das Sozialprojekt „Besuch auf 4 Pfoten“ und das „Reparatur-Café“. Im Jahr 2007 hob sie gemeinsam mit ihrem Mann Michael die Stiftung „ProTiNa“ aus der Taufe. Darüber hinaus führt Regina Ethner den Vorsitz im Vorstand des Burgdorfer Tierheims in der Friederikenstraße.
Sie sei verbindlich und verlässlich, verantwortungsbewusst und familiär. So beschrieb die Ortsbürgermeisterin von Ramlingen/Ehlershausen, Birgit Meinig, die herausragenden Charakteristika von Elisabeth Wöhler. Und die Laudatorin fuhr fort: „Ihr ist es nicht so wichtig im Mittelpunkt zu stehen. Sie wirkt lieber „geräuschlos“.“ Mit der „Geräuschlosigkeit“ ist es dann jedoch vorbei, wenn Elisabeth Wöhler die Kirchenorgel der Martin-Luther-Gemeinde Ramlingen/Ehlershausen/Otze spielt, im Kirchenchor singt oder im Posaunenchor der Gemeinde das wohlklingende Euphonium spielt. Seit über 50 Jahren engagiert sie sich in der Kirchengemeinde des Doppeldorfs und ist seit 25 Jahren für die Dorfgemeinschaft Ramlingen aktiv. Elisabeth Wöhler rief den Dorfabend im Rahmen des weit über die Ortsgrenze hinaus beliebten Ramlinger Erntefestes ins Leben und ist die „Mutter“ der amüsanten Klatschtanten „Lina & Frieda“, für die sie anfangs die Texte schrieb. Sie kümmert sich um die Blutspendeaktionen in Ehlershausen und hat ein Schöffenamt am Landgericht Hildesheim inne.
Elisabeth Wöhler und ihr Mann Jürgen sind seit 1972 verheiratet. Sie haben zwei Töchter und vier Enkel, deren Lebensmittelpunkt derzeit Wiesbaden bzw. Paris ist. Für Familienbesuche in der „Stadt der Liebe“ wird gerade tüchtig Französisch gepaukt.
Die beiden „Ramlinger Urgewächse“, so Birgit Meinig, haben kein Erntefest versäumt. 1998 war Jürgen Wöhler Erntekönig von Ramlingen und Elisabeth seine Königin.