„Benefizz“ ist beispielgebend in und für Burgdorf

) Einen Tag vor der Besinnung auf die Pogromnacht vom 9. November 1938 spielte das Bremer Klezmer-Duo Susanne Sasse und Martin Kratzsch jiddische Musik zum 10-jährigen Bestehen von „Benefizz“. (Foto: Georg Bosse)

Ökumenischer Laden trägt soziale Verantwortung

BURGDORF (gb). Seit 10 Jahren gibt es den Benefizz-Laden in der Hannoverschen Neustadt als Gemeinschaftsprojekt der christlichen Gemeinden in Burgdorf. Ein runder Geburtstag, der am vergangenen Sonntag mit einer kleinen Andacht in der St. Pankratiuskirche und einem anschließenden Gastempfang im Paulus-Gemeindezentrum gewürdigt wurde.
In Zeiten knapper Kassen habe „Benefizz“ mit seinen Erträgen manch kirchliches Projekt finanziert und dadurch erst ermöglicht, resümierte die 1. Vorsitzende Elisabeth Goldmann: „Alle Ehrenamtlichen und Beteiligten können stolz auf auf das Geleistete sein.“
Dem konnte Bürgermeister Alfred Baxmann nur rundherum zustimmen: „Benefizz“ ist beispielgebend für die Idee von einer idealen Stadtgesellschaft. Vorurteilsfrei, weltoffen und mit einer sozialen Verantwortung, die ihre Wurzeln im christlichen Glauben hat sowie mit dem nachhaltigen Umgang von Ressourcen Nutzen zu stiften, ist großartig.“
Ähnlich großartig war das, was nach den kurzen Ansprachen folgte. Das Bremer Klezmer-Duo Susanne Sasse (Akkordeon) und Martin Kratzsch (Klarinette) schütteten das „Gefäß der Lieder“ („Klezmer“) mit jiddischer Musik aus, die vorwiegend instrumental ist und vor allem zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen gespielt wird.