Beeindruckende Orgelimprovisationen zur Heiligen Messe

Eingefasst von dem Appold`schen Großwerk „Agnus Dei“ (li.) sowie seinen Bildern zu „Gloria“ und „Kyrie“ (v.re.) stellte Gustav A. Krieg (Mi.) seine ehrfurchtsgebietende Improvisationskunst an der Orgel der St. Nikolauskirche unter Beweis. (Foto: Georg Bosse)

St. Nikolaus erlebte ungewöhnliches Wechselspiel zwischen Gustav A. Krieg und Uwe Appold

BURGDORF (gb). Im Rahmen des Burgdorfer Kunstraumprojektes „DU facetten“ mit Bilderzyklen des Flensburger Künstlers Uwe Appold konzertierte der bekannte Pfarrer und Professor für Orgelspiel, Liturgik und (Kirchen-)Musikgeschichte, Gustav A. Krieg, am vergangenen Freitagabend in der katholischen St. Nikolauskirche. Unter der inspirierenden Ausstrahlungskraft des Großbildes „Agnus Dei“ von Uwe Appold stellte der Organist seine Improvisationskunst unter hörenswerten Beweis.
Während Pfarrgemeinde-Vorsitzende Angelika Wirz ein wenig Stolz durchblitzen ließ, als Kooperationspartner von „DU facetten“ das Werk „Agnus Dei“ in der Burgdorfer St. Nikolauskirche ausstellen zu können, versprach Uwe Appold den lediglich rund 40 Zuhörern einen „ungewöhnlichen Abend“. Im Anschluss daran fügte sich die in Ton und Wort dargestellte Thematik „Missa“ zu einer fabelhaften Erzählung zusammen.
Der lateinische Begriff Missa (solemnis) bedeutet übersetzt „feierliche Messe“ und bezeichnet ein festliches Hochamt in der römisch-katholischen Kirche. Diese Benennung steht auch für eine feierliche Vertonung der fünf Ordinarien „Kyrie“, „Gloria“, „Credo“, „Sanctus“ und „Bendictus“, die Uwe Appold ebenfalls zu schöpferischen Arbeiten anstießen und die in St. Nikloaus zu sehen sind.
„Agnus Dei“ (lat: Lamm Gottes) ist ein Symbol für (den auferstandenen) Jesus Christus und häufiger Bestandteil der christlichen Kunst. Es ist auch ein Teil des Ordinariums und dadurch gleichermaßen Gegenstand von Mess-Vertonungen.
So geriet dieses Konzert mit den erläuternden Worten von Uwe Appold sowie den dazu ehrfurchtsgebietenden Orgelimprovisationen von Gustav A. Krieg wirklich zu einem „ungewöhnlichen Abend“.