Banner soll Mut machen

Mit dem Banner an der Superintendentur will der Kirchenkreis der Angst etwas entgegensetzen. (Foto: Stefan Heinze)

Kirchenkreis hängt Zitat aus dem Zweiten Timotheusbrief auf

Burgdorf (r/fh). Mut machen und Hoffnung schenken – das möchte der Kirchenkreis mit einem großen Banner, das er an die Superintendentur am Spittaplatz angebracht hat. Dort steht ein Vers aus dem Zweiten Timotheusbrief des Neuen Testaments: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Schon vor einigen Wochen haben die Kirchengemeinden St. Pankratius Burgdorf, Dollbergen-Schwüblingsen, Ilten, Rethmar und Steinwedel ebenfalls solche Banner aufgehängt. 
„Ich erlebe momentan bei vielen Menschen Angst – vor dem Virus, vor einer Rezession, vor der Einsamkeit“, sagt Superintendentin Sabine Preuschoff. Doch Angst sei noch nie ein guter Ratgeber gewesen. „Das Timotheus-Wort wischt die Angst nicht weg, setzt ihr aber etwas entgegen: Die Kraft des Glaubens, dass unser Leben auch jetzt von Gott gehalten ist. Die Liebe gegenüber jenen, die der Hilfe und Zuwendung ganz besonders bedürfen. Besonnenheit – dass wir angemessen reagieren auf das, was jeweils vor Ort dran ist“, ergänzt die Superintendentin.
Die Initiative, diese Botschaft gerade jetzt in die Öffentlichkeit zu tragen, ging von der St.-Pankratius-Kirchengemeinde aus. Deren Vorsitzender des Kirchenvorstandes, Pastor Dirk Jonas, sagt: „Wir wollen die Menschen in unserer Stadt mit einer zentralen biblischen Botschaft ermutigen, Verunsicherungen und Ängsten zu begegnen. Anstatt dessen möchten wir Trost und Geborgenheit vermitteln. Uns geht es darum, auch jetzt hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen und mögliche Wege des Miteinanders sowie der Unterstützung zu fördern.“