Bahnübergang bleibt gesperrt

Die gelben Barken sind zwar vom Sturm umgeworfen, aber der hohe Metallzaun versperrt weiterhin den Durchgang. Der Bahnübergang in Ahrbeck bleibt gesperrt. (Foto: privat)

In Ahrbeck können die Schienen weiterhin nicht gequert werden

Ahrbeck (fh). Die Freigabe des Bahnübergangs in Ahrbeck verzögert sich weiter. Er ist bereits seit anderthalb Jahren nicht mehr passierbar. Nachdem die Deutsche Bahn ihn am 8. September 2020 gesperrt hatte, kündigte sie an, dass die Schrankenanlage umfangreich repariert und erneuert werden müsse. Den Termin für die Fertigstellung hat sie seitdem mehrfach verschoben. Zuletzt hatte sie als Ziel den 31. Januar 2022 genannt, doch auch dieses Darum wurde nicht eingehalten.
Auf Anfrage des Burgdorfer Regionsabgeordneten Oliver Brandt (CDU) hat die Regionsverwaltung jetzt mitgeteilt, dass die Wiederfreigabe nun für den 16. März vorgesehen sei. Ob es dabei bleibt, erscheint nach Informationen des Marktspiegel allerdings fraglich, da eine Bahnsprecherin mitteilte, dass ein konkreter Abschlusstermin erst Mitte März bekannt gegeben werden könne. Ihr zufolge werde der Bahnübergang derzeit an das Stellwerk angeschlossen. Bei den dafür erforderlichen Arbeiten sei es zu Verzögerungen gekommen. Außerdem gebe es Lieferschwierigkeiten bei Materialien.
In seiner Anfrage kritisiert Oliver Brandt den monatelangen Stillstand. „Arbeiten am Bahnübergang sind nicht festzustellen“, schreibt er. Die Sperrung bezeichnet er als „de facto einseitigen Beseitigung eines Bahnüberganges durch die Deutsche Bahn“. Dadurch seien die landwirtschaftlichen Koppen und Flächen schwer erreichbar und auch Fußgänger und Radfahrer müssten Umwege in Kauf nehmen.
Brandt fordert die Regionsverwaltung zum Handeln auf. Das sei nicht möglich, hält die Region dagegen. Sie habe keine rechtliche Handhabe, um gegen die Sperrung des Bahnüberganges vorzugehen oder Druck auszuüben und so die abschließenden Arbeiten zu beschleunigen. Es könnten auch keine Strafzahlungen verhängt werden.