Babysitterkurs in den Osterferien erfolgreich bestanden

Kursteilnehmerin Gemma übt am „Probebaby“ das An- und Ausziehen. Hebamme Anita Eichmann (rechts) schaut ihr dabei über die Schulter und gibt Tipps. (Foto: Dana Noll)

6 Mädchen und ein Junge übten den richtigen Umgang mit Babys

BURGDORF (dno). Windeln, Fläschchen, Puder, Feuchttücher – das lässt sich im Frauen- und Mütterzentrum Burgdorf sicherlich häufiger finden. Dennoch fehlte dazu am vergangenen Montagnachmittag das passende Babygeschrei. Kein Wunder, denn hier waren das alles nur Requisiten für den Babysitterkurs.
Dreimal jährlich, meist in den Ferien, treffen sich hier vorwiegend Mädchen, um den richtigen Umgang mit Babys und Kleinkindern zu erlernen. An dem 3-tägigen Kurs nahm dieses Mal auch ein Junge teil. „Ich mache derzeit ein Praktikum in der Krippe, da ist so ein Seminar recht sinnvoll, um noch besser mit den Kindern umgehen zu können“, so Kursteilnehmer Finn.
Auch die sechs Mädchen im Alter von 14 bis 20 Jahren aus Burgdorf und Lehrte, wissen genau, warum sie hier sind. „Ich möchte als Au pair Mädchen arbeiten“, so Alina. Sie ist eine der wenigen Teilnehmerinnen, die schon Erfahrung im Babysitten hat. „Ich betreue bereits ein Mädchen seitdem sie 4 Jahre alt ist, nun ist sie schon 8 und wir verstehen uns immer noch gut“, erzählt sie weiter.
„Vertrauen aufbauen, Ruhe ausstrahlen und auf die Bedürfnisse des Kindes achten - das ist sehr wichtig“, so Kursleiterin Anita Eichmann. Seit 25 Jahren ist sie bereits Hebamme und gibt gern ihre Erfahrungen hier an die angehenden Babysitter weiter.
Doch der Weg zum Zertifikat ist nicht einfach, dafür müssen zahlreiche theoretische Grundlagen und praktische Übungen erfüllt werden. So geht es um Körperpflege, die richtige Zubereitung von Flaschen- und Gläschennahrung, Einschlafrituale und das korrekte Tragen und Heben gerade bei Kleinstkindern.
Auch der Ernstfall wird besprochen und geprobt. Was mache ich, wenn sich das Kind verschluckt, verletzt oder panische Angst hat? Dazu werden nicht nur Verhaltensregeln vermittelt sondern auch Grundlagen der Ersten Hilfe.
Besonders spannend waren für die Teilnehmer die praktischen Übungen. Was für Eltern der Alltag ist, wurde für die angehenden Babysitter zur Bewährungsprobe: das Wickeln. Body, Strampler, Hemdchen und Strümpfe an- und wieder ausziehen, dazwischen reinigen, pudern, cremen bevor es die neue Windel gibt.
„Ganz schön anstrengend“, so die einstimmige Meinung. Dennoch, im „Ernstfall“ ist es noch ein bisschen schwieriger, denn so schön ruhig wie das „Probebaby“ aus Textil und Kunststoff liegen leider nur die wenigsten Kinder auf dem Wickeltisch.