Ausstellung zur Energiegeschichte geplant

Von 1895 bis 1923 wurde Burgdorf von einem eigenen Elektrizitätswerk mit Strom versorgt. (Foto: SMB/Archiv)

Die Schau "Als der Strom nach Burgdorf kam" soll ab November in der KulturWerkStadt zu sehen sein / Bürger können mit dazu beitragen

Burgdorf (r/fh). Die Ausstellung „Als der Strom nach Burg­dorf kam“ soll ab dem 14. November in der KulturWerkStadt gezeigt werden. Das Projektteam des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) sucht dafür noch alte Fotos, Dokumente und andere Exponate, die Einblicke in die Geschichte der städtischen Stromversorgung bieten. Wer über entsprechendes Material verfügt und sich beteiligen möchte,  kann sich an die VVV-Geschäftsstelle wenden, unter Telefon (05136) 1862.
Mit der Inbetriebnahme eines eigenen Elektrizitätswerkes in der damaligen Hinterstraße 18-19 (heute Schmiedestraße 12c, Geschäftsstelle des Stadtmarketing Burgdorf) begann am 17. Dezember 1895 das elektrische Zeitalter. Das erste öffentliche deutsche Elektrizitätswerk war 1885 in Berlin als Umspannwerk in Betrieb gegangen. Die Zahl der beleuchteten städtischen Straßenzüge und der Wirtschaftsbetriebe, die die Vorteile der elektrischen Stromversorgung nutzten, wuchs im Rahmen der stetig voranschreitenden Wirtschaftsentwicklung auch in Burg­dorf rasant an, sodass nach 28 Jahren die Kapazitäten nicht mehr ausreichten.

Elektrizitätswerk stellt 1923 den Betrieb ein

Am 6. September 1923 stellte das Burgdorfer Elektrizitätswerk seine eigenständige Stromerzeugung ein und hatte künftig nur noch Verteilerfunktion. Die Stromversorgung in Burgdorf übernahmen zunächst die Überlandwerke und Straßenbahnen Hannover (Üstra) und ab 1929 die Hannover-Braunschweigische Stromversorgung (Hastra). Dieses Unternehmen erwarb am 1. Januar 1953 das gesamte städtische Stromleitungsnetz und pachtete Teile des Gebäudes des ehemaligen Elektrizitätswerkes. Einzelne Gebäudebereiche waren schon seit längerem als behelfsmäßige Turnhalle, andere zeitweise auch als Feuerwehrdepot genutzt worden. 1965 folgte der Abriss des alten Gebäudes des Elektrizitätswerkes. An der verlängerten Friederikenstraße nahm die Hastra 1969 ein neues Umspannwerk in Betrieb. Ab dem Januar 2000 übernahmen die Stadtwerke Burgdorf die städtische Stromversorgung.