Ausstellung „BURGDORF INTERNATIONAL - Wir sind Burgdorf“ wird eröffnet

Auch der persönliche Lebensweg von Quinn Schulze (USA) in die Auestadt wird im Rahmen der neuen Ausstellung „BURGDORF INTERNATIONAL - Wir sind Burgdorf“ vorgestellt. (Foto: SMB)

Ausstellung mit großem Beiprogramm portraitiert 19 ausländische Mitbürger

BURGDORF (r/jk). Ein weiterer Höhepunkt des Themenjahrs „BURGDORF INTERNATIONAL“ ist die Ausstellung „BURGDORF INTERNATIONAL – Wir sind Burgdorf“, die vom 3. März bis zum 29. April in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) zu sehen ist. Für die Projektorganisation sind Stadtmarketing Burgdorf (SMB), der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) und die Stadt Burgdorf verantwortlich.
Die von Ursula Wieker und ihrem Team zusammengestellte Ausstellung zeichnet den individuellen Lebensweg von 19 Mitbürgern nach, die aus verschiedenen Herkunftsländern stammen und in Burgdorf ihren neue Heimat gefunden haben. Sie stehen symbolhaft für Burgdorfs internationalen Charakter, den über 1600 Einwohner aus 94 Nationen im täglichen Arbeits- und Sozialleben prägen.
Am Sonnabend, 3. März, eröffnen Bürgermeister Alfred Baxmann und der SMB-Vorsitzende Dr. Karl-Heinz Vehling die Schau in der KulturWerkStadt. Beginn ist um 11.00 Uhr. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Burgdorfer Liedermacher und Gitarrist Daniel Fernholz. Kleine kulinarische Gaumenfreuden bereitet ein vom Frauen- und Mütterzentrum und vom Nachbarschaftstreff Südstadt angebotener Imbiss.
Die in der Ausstellung portraitierten Menschen, deren Lebensbahn aus meist weit entfernten Geburtsländern nach Burgdorf führte, sind im Einzelnen: Gaurav Garg (Indien), Anahita Haeber (Iran), Salvatore Tomasello (Italien), Laura Dalla Libera (Italien), Jean Martsekis (Griechenland), Christopher Barcley-Steuart (Großbritannien), Svetlana und Nikolai Petscherski (Kasachstan), Adam Weiner (Polen), Ieva und Andrius Stellmokas (Litauen), Seyba Oumar Coulibaly (Mali), Krisztina Neumärker (Rumänien), Mohammad Ali (Somalia), Ahmet Kuyucu (Türkei), Haluk Seyhanoglu (Türkei), Feyzi und Slva Akyel (Türkei/Syrien) und Auch (USA).
Alle teilen die gemeinsame Erfahrung, dass sie ihr altes Leben (teilweise schon vor Jahrzehnten) hinter sich ließen und in Burgdorf eine völlig neue Existenz aufbauen mussten. Fehlende soziale Perspektiven oder eine Liebesbeziehung führten zu dem folgenschweren Entschluss, allein oder mit der ganzen Familie der alten Heimat den Rücken zu kehren und den ungewissen Weg in ein fremdes Land mit einem unbekannten Kulturkreis anzutreten. Beim Gang durch die Ausstellung erhalten die Besucher einen Einblick in den hindernisreichen Anpassungsprozess, den diese Menschen zu bewältigen hatten, nachdem sie Burgdorf als zukünftigen Lebensmittelpunkt wählten.
Im Rückblick auf ihr bisheriges Leben ziehen alle vorgestellten ausländischen Mitbürger das Fazit, dass sie nach anfänglichen Schwierigkeiten ihre Entscheidung für Burgdorf nicht bereut haben und sich beruflich und sozial erfolgreich im städtischen Leben integrieren konnten. Manche von ihnen haben als Unternehmer Karriere in Burgdorf gemacht (u.a. als Inhaber einer Reiseagentur oder Leiter eines Pflegedienstes) oder wirken als Künstler im Kulturleben der Stadt. Die Einzelportraits fügen sich zu dem repräsentativen Gesamteindruck zusammen, dass sich mit der zunehmenden Internationalisierung Burgdorfs eine Entwicklungslinie abzeichnet, die eine willkommene Bereicherung für das städtische Gemeinschaftsgefüge darstellt.
Zur Ausstellung gibt es ein umfassendes Beiprogramm mit Kulturaktionen der vertretenen Nationen. Bis zum 29. April verläuft es an jedem Wochenende parallel zu den Öffnungszeiten der KulturWerkStadt in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr. Beginn ist bereits am Eröffnungswochenende. Den Anfang macht die Seminarfachgruppe des Gymnasiums Burgdorf, die am Sonnabend und Sonntag, 3. und 4. März, die Ergebnisse ihrer Dokumentation zur nationalen und kulturellen Identität der gymnasialen Schülerschaft vorstellt. Zu einem italienischen Nachmittag sind die Besucher am 10. und 11. März eingeladen.