Ausgezeichnetes Spenden-Konzept

Pastorin Friederike Grote (von links), Kantor Martin Burzeya und Andreas Bauer vom Fundraising-Team der Gemeinde freuen sich über den Preis der Landeskirche. (Foto: Marcus Dohm)

St.-Pankratius-Gemeinde erhält Fundraising-Preis der Landeskirche Hannover

Burgdorf (r/fh). Die St.-Pankratius-Gemeinde Burgdorf hat mit dem Projekt „In neuem Glanz erstrahlen. Orgel- und Innenraumsanierung“ einen Fundraising-Preis der Landeskirche Hannover gewonnen. Sie teilt sich die Auszeichnung in der Kategorie "Konzept" mit der Kirchengemeinde Ilten, Bilm, Höver. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum achten Mal vergeben. Die Landeskirche würdigt damit Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen, Stiftungen und Fördervereinen, die sich zur Finanzierung ihrer Arbeit vor Ort erfolgreich um Spenden oder ehrenamtliche Mitarbeit bemühen.
Der Fundraising-Preis der Landeskirche ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, aufgeteilt in die Kategorien „Kreativität“, „Konzept“ und „Nachhaltigkeit“. Zusätzlich hat die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis für eine ausgezeichnete Fundraising-Strategie vergeben. Da ist in der Kategorie "Konzept" diesmal zwei Gewinner gibt, teilt sich die St.-Pankratius-Gemeinde das dafür vorgesehene Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro mit der Kirchengemeinde Ilten, Bilm, Höver.
Insgesamt sind bei der Landeskirche 17 Bewerbungen für den Fundraising-Preis 2020 eingegangen. „Wir hätten angesichts dieser Fülle viele Preise vergeben können. Die ausgezeichneten Projekte stiften zum Nachahmen an", lobte Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes und Jury-Vorsitzender.
Um den Innenraum der St.-Pankratius-Kirche optisch und technisch wieder auf Vordermann zu bringen, hat die Gemeinde Elektriker, Maler, Tischler und viele weitere Handwerker beauftragt. Im November soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein, sodass die Kirche in der Adventszeit wieder für Gottesdienste genutzt werden kann, sofern das angesichts der Corona-Epidemie möglich ist. Anfang nächsten Jahres folgen dann die Renovierungsarbeiten an der Orgel: Unter anderem werden Register ausgetauscht und erweitert und das ganze Instrument wird gereinigt. Pünktlich zu Ostern 2021 soll dann auch die Orgel wieder einsatzbereit sein.
Begonnen hat die Innenraumsanierung in diesem Sommer und damit etwa ein Jahr später als vorgesehen. Doch kurz vor dem geplanten Baustart stoppte der Kirchenvorstand alle Arbeiten, weil die Elektroanlage so viele Mängel aufwies, dass die ganze Maßnahme neu durchdacht werden musste. Dadurch steigen auch die Kosten: Die zuvor anvisierte Summe von rund 300.000 Euro wird überschritten.
Für die Orgelarbeiten erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 20.000 Euro von der Landeskirche Hannover, ansonsten setzt sie vor allem auf Spenden. Es sind bereits über 150.000 Euro zusammengekommen, bis Mitte nächsten Jahres sollen es etwa 200.000 Euro werden. „Mich beeindruckt besonders, wie die Menschen in Burgdorf für die Aufgabe der Erneuerung ihres Wahrzeichens gewonnen wurden“, sagt Superintendentin Sabine Preuschoff und ergänzt: "Zudem hat das Projektteam sich nicht von Problemen wie der zu erneuernden Elektrik entmutigen lassen, die während der Planung auftraten, sondern diese als neue Herausforderung angenommen und ins Projekt integriert."