Arbeitskreis „Radverkehrskonzept“ trat zum zweiten Mal zusammen

Aus Sicherheitsgründen plädieren die Planungs-Fachfrauen innerorts für eine richtungstreue Radwegführung und gegen die bestehende Zweirichtungsregelung, wie sie seit längerer Zeit auf dem „Kleinen Brückendamm“ in Burgdorf beschildert ist. (Foto: Georg Bosse)

Burgdorfer Radwegenetz mit richtungstreuen und sichereren Führungen?

BURGDORF (gb). Seit der ersten Arbeitskreissitzung „Burgdorfer Radverkehrskonzept“ am 13. Januar dieses Jahres wären viele Anregungen zum Netz und zu den Ausbaustandards eingegangen, die nach Möglichkeit Berücksichtigung finden sollen. Das erklärten einvernehmlich die Dipl.-Ing. Landschaftsplanung Heike Prahlow und die Dipl.-Geografin Elke Willhaus von der Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) Hannover zum Auftakt der Folgeveranstaltung unter dem Vorsitz von Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst am vergangenen Donnerstag im Ratssaal des Burgdorfer Rathauses I.
So hätten sie zahlreiche Hinweise zu Burgdorfer Ortsteilverbindungen sowie zu Anknüpfungen in Nachbarkommunen wie Nienhorst (Celle), Aligse, Immensen und Kirchhorst bekommen. Die Führung des Burgdorfer Radwegenetzes soll dabei möglichst abseits der Kfz-Hauptachsen erfolgen, die Anbindung der Stadtteile an die Kernstadt im Blick haben sowie mit überörtlichen, touristischen Netzstrukturen verzahnt werden. „Gleichzeitig darf aber die Sicherheit der Radler nicht auf Kosten der Fußgänger und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ausgetragen werden“, sagte Elke Willhaus.
Bei der Untersuchung des rund 260 Kilometer langen Prüfnetzes hätten sie rund 100 Einzelmaßnahmen ermittelt, so Heike Prahlow, die hohen, mittleren und kurzfristigen Prioritätskategorien zugeordnet seien. Dies sind unbedingt notwendige Maßnahmen, wie sichere Querungen (hohe Kategorie), wünschenswerte Verbesserungen der Belagsqualitäten (mittlere K.) sowie die Aufhebung von (Gehweg-)Benutzungspflichten wie beispielsweise in der „Lehrter Straße“ oder das Entfernen von Beschilderungen (kurzfristige K.). „Innerorts plädieren wir aus Sicherheitsgründen für eine richtungstreue Führung und damit für die Aufhebung des Zweirichtungsverkehrs“, betonte Heike Prahlow.