Arbeitskreis plant 400. Treffen

Bereits 399 Mal hat sich der Arbeitskreis Stadtmuseum und KulturWerkStadt bereits getroffen. Bei dieser Sitzung im Jahr 2017 mussten sich die Mitglieder noch keine Gedanken über Abstand und Masken machen. (Foto: VVV/Archiv)

Ehrenamtliche organisieren seit mehr als 30 Jahren Ausstellungen im Stadtmuseum

Burgdorf (r/fh). Insgesamt 399 Mal hat sich der Arbeitskreis Stadtmuseum und KulturWerkStadt seit seiner Gründung bereits getroffen. Und wenn es die Corona-Situation zulässt, will er im März zu seiner 400. Sitzung zusammenkommen. Er wurde 1987 ins Leben gerufen, drei Jahre nachdem das Stadtmuseum an der Schmiedestraße in dem ehemaligen Ackerbürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert eröffnet hatte. Trägerin des Museums war damals noch die Stadt Burgdorf, aber der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) leistete bereits maßgebliche Unterstützung und übernahm 1998 schließlich auch die Trägerschaft.
In den gut drei Jahrzehnten seines Bestehens hat der Arbeitskreis mehr als 300 Ausstellungen organisiert. Die ehrenamtlichen Mitglieder, aktuell sind es 50, kümmern sich um Vorbereitung und Aufbau, aber auch um die Museumsöffnung und die Aufsicht. Sie machen mit Flyern auf die Ausstellungen aufmerksam, bieten Führungen an und halten Kontakt zur Region, zu anderen Museen und zum Museumsverband.
Außerdem erforschen, dokumentieren, archivieren und vermitteln sie Stadtgeschichte und verwalten das Magazin. Sie unterstützen bei der Betreuung von Radfahrgalerie und Zinnfigurensammlung, die sich im Besitz der Stadt Burgdorf befinden. Und sie arbeiten mit Schulen, Kindergärten, Altenheimen und Vereinen zusammen, um möglichst viele Burgdorfer zu erreichen. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2008 fällt auch die KulturWerkStadt in die Verantwortung des Arbeitskreises und wurde deshalb auch in seinen Namen aufgenommen.
Geleitet wird der Arbeitskreis seit seiner Gründung vor mehr als 30 Jahren von Gerhard Bleich. Außer ihm sind die dienstältesten aktiven Mitglieder Kristine Bäuerle und Jürgen Mollenhauer. Trotz ihrer langjährigen Erfahrung sind auch sie angesichts der Corona-Epidemie jetzt mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. Wie schon im ersten Lockdown im Frühjahr müssen die Museen seit Oktober wieder geschlossen bleiben. Die Ausstellungen, die bereits komplett aufgebaut sind, kommt deshalb derzeit niemand zu Gesicht.
Gleichzeitig versuchen die Mitglieder des Arbeitskreises, soweit es trotz der Kontaktbeschränkungen und anderer Einschränkungen möglich ist, die nächsten Ausstellungen schon vorzubereiten. Außerdem erledigen sie Renovierungsarbeiten, bessern die Fußböden aus und richten neue Vitrinen ein. "So wollen wir nach der Corona-Epidemie unsere bisherige Erfolgsbilanz fortsetzen: mit jährlich 20.000 Besuchern im Stadtmuseum und 15.000 Besuchern in der KulturWerkStadt", kündigt Bleich an.