Arbeitsgruppe Schule-Wirtschaft plant neue Aktivitäten

Mitglieder der Arbeitsgruppe beim jüngsten Treffen (v.l.): André Scholz, Jurgen Hansen, Inga Ali, Christina Pawlik, Margarete Spannbrucker, Gerhard Bleich, Norbert Harmening, Axel Giesa, Frank Lorenz und Wolfgang Manschwetus. (Foto: pro regio e.v.)

Konzept zur Verbesserung des Übergangs Schule – Beruf

BURGDORF/UETZE (r/bs). Nachdem nun das Netzwerk der Arbeitsgruppe den Lehrstellen Atlas Burgdorf 2012 erstellt hat, waren sich alle Mitglieder des Netzwerks einig, es gibt noch viel zu tun und wir machen weiter.
Das Netzwerk der Arbeitsgruppe Schule-Wirtschaft hat den Lehrstellen Atlas Burgdorf 2012 erstellt und den Jugendlichen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Auflage von 1.000 Stück ist fast vergriffen, es sind nur noch einige wenige Exemplare vorhanden.
Auch durch den Erfolg des Lehrstellen Atlas ist die Arbeitsgruppe motiviert, hier im Übergang Schule-Beruf weiterzumachen. Bei dem letzten Treffen im E-Center Burgdorf, zu dem die Geschäftsführerin Inga Ali wieder eingeladen hatte, wurden mit den Vertretern der Schulen und der heimischen Wirtschaft diskutiert, wie die Arbeitsgruppe hier gezielt die Schulen unterstützen kann. Dazu wurden die Wünsche und Bedarfe der Schulen genannt und auch die Unternehmen haben ihre Anforderungen geäußert. Anschließend wurde diskutiert, wie man hier konkret zusammen arbeiten könnte.
Die jeweiligen Wünsche und Bedarfe der verschiedenen Akteure des Übergangs Schule – Beruf, sowie der erste Entwurf einer Bildungskette wurden von Jürgen Hansen dargestellt und gemeinsam diskutiert. Es wurde versucht aus den jeweiligen Wünschen mögliche Lösungsansätze zu formulieren. Ein gemeinsames regionales Konzept zur Verbesserung des Übergangs Schule – Beruf soll nun gemeinsam erarbeitet werden.
Zum einem wünschen sich die Vertreter der Unternehmen, wie Christina Pawlik von der Medite GmbH, ausbildungsfähige Schulabgänger die die Grundrechenarten, den Dreisatz, die deutsche Grammatik und die deutsche Rechtschreibung beherrschen, zum anderen wurden seitens der Hauptschule und der Realschule klare Unterstützungsbedarf bei der Berufsorientierung genannt.
Es wurde diskutiert ob Mutlosigkeit und mangelndes Selbstvertrauen hinter dem oft typischen „kein Interesse zeigen“ steckt, sowie, dass der erste Schritt zur Bewerbung der schwierigste ist. Als Schlüssel für eine erfolgreiche Bewerbung sind als wesentliche Bestandteile seitens der Unternehmen Motivation und Softskills genannt worden. Erst an zweiter Stelle stehen die Zeugnisse.
Im Frühjahr 2012 will die Arbeitsgruppe weitere Burgdorfer Unternehmen zu einem Treffen einladen. Das Treffen, in Form eines Frühstücks, dient zur Information und dem Austausch und gleichzeitig erwartet die Arbeitsgruppe, dass auch neue Ideen von den Gästen einfließen.
Erklärtes Ziel aller Anwesenden ist, hier in Burgdorf, eine strukturierte Berufsorientierung zu schaffen und zu unterstützen. Viele einzelne, oftmals in sich geschlossene Projekte, sind nicht mehr zeitgemäß. Alleine wird eine Optimierung, weder durch eine einzelne Schule, noch durch einzelne engagierte Unternehmen möglich sein. Hierzu bedarf es der Beteiligung aller, also Lehrer, Schüler, Eltern, Ausbildern und Auszubildenden.