Ansturm auf Notfallkarten

Jürgen Lange vom DRK Burgdorf erläutert bei der Infoveranstaltung das Konzept der Notfallkarte.

Ehrenamtliche Lenkungsgruppe lädt kurzfristig zu einer zweiten Infoveranstaltung am 17. April ein

BURGDORF (fh). Mit so einem Andrang hatte der Burgdorfer Seniorenrat nicht gerechnet: Bei der Infoveranstaltung zur Notfallkarte am vergangenen Mittwoch mussten die ehrenamtlichen Initiatoren des Projekts etwa 30 Besucher wieder wegschicken, weil in dem Raum im DRK-Aktiv-Treff bei weitem nicht genug Platz für alle Interessierten war. Die rund 60 Sitzplätze waren schon lange vor Veranstaltungsbeginn belegt und auch die eilig dazu gestellten Stühle blieben nicht lange frei. Also mussten einige Helfer die undankbare Aufgabe übernehmen, gleich am Eingang die neu Ankommenden abzuweisen. "Wir bedauern es, dass so viele Leute nicht mehr reingekommen sind", betont der Vorsitzende des Seniorenrates Wolf Büttner.
Die Lenkungsgruppe, in der neben dem Seniorenrat auch das DRK Burgdorf und der Verein Bürger für Bürger vertreten ist, hat deshalb kurzfristig einen zweiten Infotermin angesetzt. In Kooperation mit der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs lädt sie nun noch einmal für Mittwoch, 17. April, zu einem Vortrag über die Notfallkarte ein. Er beginnt um 18.30 Uhr in der Aula der Gudrun-Pausewang-Grundschule, Grünewaldstraße 1. "Der Raum liegt im Parterre, ist also gut zugänglich und es gibt dort etwa 100 Plätze. Das sollte diesmal genügen", so Büttner.
Bis dahin soll auch die nächste Lieferung von Karten eingetroffen sein. Denn die ersten 100 Stück, die die Initiatoren zum Auftakt bestellt hatten, fanden reißenden Absatz. Über das große Interesse freut sich der Vorsitzende des Seniorenrates Büttner. Schließlich haben er und die anderen Mitglieder der Lenkungsgruppe die Notfallkarte über viele Monate hinweg mit viel Engagement und Zeitaufwand geplant und umgesetzt. Dabei konnten sie auf das Fachwissen, die Erfahrung und die Kontakte des Burgdorfer Notarztes Dariusz Nowak bauen.

Die Notfallkarte

Die rote Plastikkarte passt in jedes Portemonnaie und verfügt über einen integrierten USB-Stick. Auf diesem digitalen Speicher können Nutzer alle wichtigen Daten und Dokumente hinterlegen, die im medizinischen Notfall schnell verfügbar sein müssen. Rettungssanitäter und Ärzte können die Infos am Computer auslesen. Alle Krankenwagen des DRK-Rettungsdienstes Region Hannover werden mit einem Lesegerät ausgestattet, um schon auf der Fahrt ins Krankenhaus an die Daten zu gelangen. Und auch in den Kliniken in Lehrte und Großburgwedel können die Ärzte die Daten abrufen.
Wer keinen eigenen Computer besitzt oder Schwierigkeiten hat, die Notfallkarte selbst zu bestücken, erhält im Freiwilligenzentrum, Mittelstraße 37, Unterstützung. "Interessierte können einfach die nötigen Dokumente in Papierform mitbringen. Wir scannen sie ein und speichern sie ab", verspricht Gerd Müller vom Freiwilligenzentrum.