Amnesty International mit erfolgreicher Bilanz

Viele Erfolge für Einzelschicksale in aller Welt

BURGDORF (r). Auf eine erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Jahr kann die Amnesty Gruppe der Region Hannover Nord verweisen. Wie die Gruppensprecherein Erika Büchse hierzu feststellt, sind in 2012 mehr als 2000 Appellbriefe von der Gruppe gesammelt und verschickt worden, um auf Menschenrechtsverletzungen weltweit aufmerksam zu machen.
Schwerpunktland war der Iran, wo die Gruppe sich seit Jahren für die Freilassung des Geistlichen Kazemeyni Boroujerdi aus der Haft einsetzt. Mittlerweile setzen sich 18 inländische und 14 ausländische Gruppen für unser Anliegen ein. Unterstützung hat die Gruppe auch von Bundestagsabgeordneten und dem Auswärtigen Amt erhalten, allerdings bislang ohne konkrete Fortschritte in der Sache.
Erfolgreich war die Gruppe zusammen mit europäischen Partnergruppen in drei Fällen. So wurden die beiden Brüder und Ärzte Arash und Kamiar Alaei aus dem Evin Gefängnis in Teheran freigelassen und eine bereits verhängte Strafe für Ali Jasem, einem 11-jährigen Jungen in Bahrain, erlassen. „Sich immer wieder für Einzelschicksale einzusetzen, ist ein mühsamer Prozess, aber er lohnt sich letztlich doch“, so Erika Büchse. Die Erfolgsquote von Petitionen und Eilaktionen liegt immerhin bei etwa 30 Prozent.
Auch für 2013 hat sich die Gruppe einiges vorgenommen. Schwerpunktaktionen wird es geben zum Kampf gegen die Todesstrafe. Hierbei wird der Pfad der Menschenrechte in Neuwarmbüchen, den es seit sieben Jahren gibt, eine besondere Rolle spielen.
Amnesty wird nach wie vor auf Märkten präsent sein. Benefizveranstaltungen, Vortragsreihen, Mahnwachen und ausgesuchte Filmmatinees werden das Jahresprogramm abrunden.