Alarmierung auch per Smartphone-App

Ein neues System hilft den Burgdorfer Ortsfeuerwehren bei der Einsatzplanung

Burgdorf (fh). Wenn in Burg­dorf ein Notruf eingeht, können die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren jetzt auch per Smartphone-App alarmiert werden. Die Stadt hat dafür das System ­„aPager Pro“ von dem Anbieter Alamos angeschafft. „Unsere Feuerwehr soll gut ausgestattet sein, um den jetzigen und auch den zukünftigen Anforderungen gut gewachsen zu sein“, begründet Bürgermeister Armin Pollehn die Investition.
Bisher fand die Alarmierung ausschließlich über die Meldeempfänger und die Sirene statt. Beides wird auch weiterhin genutzt. „Schließlich kann man sich nicht darauf verlassen, dass Nachrichten übers Internet immer zeitnah übertragen werden“, betont Stadtbrandmeister Dennis-Frederik Heuer. Die neue App könne die bisherige Technik deshalb nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Die Nutzung ist für die Einsatzkräfte freiwillig.
Vor allem für die Einsatzplanung biete sie aber erhebliche Vorteile. „Mit einem Ampelsystem können die Mitglieder schon vorab signalisieren, ob sie kurzfristig verfügbar sind“, erläutert Heuer. Wer beispielsweise in den Urlaub fahre, könne sich für diese Zeit auf auf „Rot“ schalten. Und wenn eine spezielle GPS-Funktion aktiviert sei, ändere die App den Status sogar automatisch, je nach der Entfernung zum Feuerwehrhaus.
Wenn ein Alarm eingeht, liefern diese Informationen dem Stadtbrandmeister und den Ortsbrandmeistern einen ersten Überblick und damit eine Entscheidungsgrundlage. Außerdem können die Einsatzkräfte dann ihre Teilnahme bestätigen und angeben, wann sie am Feuerwehrhaus sein werden. „So können wir künftig besser abwägen, ob wir noch ein paar Sekunden warten, um dann mit vollem Auto zu starten oder ob wir lieber schon losfahren, um schneller am Einsatzort zu sein. Das war bisher immer ein Vabanque-Spiel“, so Heuer. Ein weiterer Vorteil: Die Verantwortlichen sehen nicht nur, wie viele Einsatzkräfte kommen, sondern auch ob beispielsweise genügend Atemschutzgeräteträger darunter sind.
Einige Ortsfeuerwehren haben laut Heuer bereits ähnliche Systeme verwendet. „Allerdings überwiegend die kostenlosen Versionen, die längst nicht so viel bieten. Trotzdem haben wir gute Erfahrungen damit gemacht“, betont er. Er freue sich nun nicht nur über die zusätzlichen Funktionen des neuen Systems, sondern vor allem auch darüber, dass es jetzt einheitlich für alle Ortsfeuerwehren eingeführt wurde. „So habe ich künftig auch bei großen Unwetterlagen einen besseren Überblick und kann die übergreifenden Sonderheiten zum Beispiel für Gefahrgut einfacher koordinieren“, erläutert der Stadtbrandmeister.