Aktionskreis zieht positives Fazit des vergangenen Jahres

Irritationen zum Abschluss der straßenverkehrlichen Rückbaumaßnahmen

BURGDORF (jk). Mit der bewährten Vorstandsmannschaft wird der Aktionskreis Einkaufsstadt Burgdorf seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Einstimmig wurde der geschäftsführende Vorstand der Burgdorfer Einzelhandelsvereinigung von den Mitgliedern wiedergewählt: Harald Baumgarten (Vorstandssprecher), Martin Polch, Julia Obermeyer, Viviane Rohde und Jörg Fehling. Zum erweiterten Vorstand zählen Karsten Siekmann, Gaby Frey, Holger Wesche, Detlef Keller, Uli Wegener, Sonja Stünkel und Gabi Waldeck. Den kooptierten Vorstand komplettieren Brigitta Stäwen, Brunhilde Degener, André Scholz und Hilke Desens.
Ein positives Fazit des vergangenen Jahres zog Vorstandssprecher Harald Baumgarten zu den AKEB-Aktivitäten des vergangenen Jahres. Die Verkaufsoffenen Sonntage in der Einkaufsstadt Burgdorf wurden gut angenommen. Einzig dem abgesagten Verkaufsoffenen Sonntag im Dezember trauerte Baumgarten im Nachhinein ein wenig hinterher. „Wir haben nicht an den Erfolg geglaubt, haben aber mit Blick auf den Verkaufsoffenen Sonntag in Peine feststellen müssen, dass die Stadt dort brechend voll war“, so der AKEB-Vorstandssprecher. Zum vergangenen „Late Night Shopping“ im Rahmen der „Burgdorfer Nacht“ scheint es im AKEB eher zwiespältige Meinungen zu geben. „Wir haben den Verein Stadtmarketing gerne mit dem „Late Night Shopping“ unterstützt, aber das richtige Erfolgserlebnis war es nicht“, meinte Baumgarten. Dem konnten viele AKEB-Mitglieder aber nicht beipflichten und sprachen von „klingelnden Kassen“, die teilweise besser gefüllt waren als zu den Verkaufsoffenen Sonntagen. Aufleben lassen möchte der AKEB in Zukunft das Weinfest, sucht aber noch einen geeigneten „weinkundigen Partner“ für die Organisation. Auch eine Markenklebeaktion mit Gewinnmöglichkeiten zur Weihnachtszeit soll es wieder geben.
Sehr positiv äußerte sich Harald Baumgarten über die „Burgdorfer Lichtwochen“, die der AKEB gemeinsam mit dem Verein Stadtmarketing gestaltet. „Diese Aktion in der Weihnachtszeit ist einzigartig in der Region. Eine ganz tolle Erfolgsgeschichte, die nur über das Engagement von Sponsoren möglich ist.“ Rund 20000 Euro kostet die weihnachtliche Gestaltung der Burgdorfer Innenstadt jedes Jahr. Insgesamt bezeichnete Baumgarten die Zusammenarbeit mit dem Verein Stadtmarketing als sehr gut. Insbesondere der „Burgdorfer Geschenkgutschein“ sei eine Erfolgsgeschichte, die mit noch mehr Leben gefüllt werden müsse. Mittlerweile ist der SMB auch in die AKEB-Vorstandsarbeit integriert worden und nimmt regelmäßig an den Vorstandssitzungen teil, was als „sehr gute Entscheidung, die einen kurzen Dienstweg ermöglicht“, hervorgehoben wurde.
Zu Irritationen führte die Ankündigung von Burgdorfs Wirtschaftsförderer André Scholz, dass die geplanten straßenverkehrlichen Rückbaumaßnahmen in der Burgdorfer Innenstadt wohl erst im November 2010 abgeschlossen seien. Hier geht es um den Knotenpunkt Hochbrücke, Marktstraße und Bahnhofstraße, der mit einem Kreisel versehen und straßenverkehrlich verengt werden soll, sowie um die Umgestaltung des Bereichs Luisenstraße/Spittaplatz. „Ursprünglich hatte uns die Stadt einen Abschluss der Maßnahmen schon im Oktober zugesagt, jetzt fällt der Umbau mitten in das Weihnachtsgeschäft. Das ist überhaupt nicht hinnehmbar“, protestierte Jörg Fehling. Der Burgdorfer Wirtschaftsförderer verwies in diesem Zusammenhang auf das schwierige Genehmigungsverfahren im Zuge des Rückbaus der ehemaligen Bundesstraße. Es habe laut der Fachabteilung der Burgdorfer Stadtverwaltung Verzögerungen gegeben. Er werde die Bedenken der AKEB-Mitglieder aber an die richtige Stelle weiterleiten. Sehr kritisch äußerte sich Georg F. Tesch zum neuen „Nadelöhr Hochbrücke“. „Eine Verengung auf der Hochbrücke auf zwei Spuren kann man einfach nicht machen, wir produzieren künstlich lange Staukolonnen vor und in unserer Stadt“, mahnte Tesch. Allerdings hatte die Burgdorfer Stadtverwaltung bereits vor Jahren in einem umfänglichen Verfahren alle Beteiligten in die geplanten Veränderungen eingebunden.