Aktion gegen häusliche Gewalt

Initiative gegen häusliche Gewalt: Die Burgdorfer Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape (links) und die Filialleiterin des E-Centers Cramer an der Weserstraße Astrid Kross machen auf Hilfsangebote aufmerksam. (Foto: privat)

Plakate machen auf Hilfsangebote aufmerksam / AWO-Frauenberatung bietet wieder persönliche Gespräche an

BURGDORF (r/fh). Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape und das Familienunternehmen Edeka Cramer unterstützen die bundesweite Aktion "Zuhause nicht sicher?". Es handelt sich um eine Initiative des Bundesfamilienministeriums, um auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen und Betroffene zu schützen - gerade jetzt während der Corona-Epidemie, wo die Menschen wegen Home-Office, Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungsverbot viel Zeit zu Hause verbringen.
Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat ergeben, dass die häusliche Gewalt in den zurückliegenden Wochen um fünf Prozent angestiegen sei. „Umso dringender ist es, dass wir Betroffene und ihr Umfeld gerade jetzt auch auf alternativen Wegen außerhalb der eigenen vier Wände erreichen“, sagt Pape.
Um Hilfsangebote bekannt zu machen, werden in vielen Supermärkten Plakate mit Telefonnummern und einer der Internetadresse www.stärker-als-gewalt.de ausgehängt, so auch in neun Filialen von Edeka Cramer. „Eine wichtige Aktion, die viele Menschen erreicht, egal ob sie selbst oder ihre Kinder betroffen sind, aber auch damit sie als Nachbarin helfen können,“ sagt Astrid Kross, Filialleiterin des E-Centers an der Weserstraße. 
Das Hilfetelefon 08000-116016 ist rund um die Uhr erreichbar und bietet Beratung in 17 Sprachen an, die Internetadresse informiert über weitere Hilfsangebote. Und auch in der Region gibt es Unterstützung: Die AWO-Frauenberatung im Ostkreis bietet ab sofort auch wieder persönliche Gespräche an. Weitere Infos gibt es unter Telefon (05132) 823434.