AKEB gibt Organisation der Verkaufsoffenen Sonntag ab

Vorstandssprecher Harald Baumgarten (li.) moderierte die jüngste AKEB-Mitgliederversammlung im Burgdorfer Ristorante „Fortore“. (Foto: Georg Bosse)

Nachträgliche Zustimmung zur Abgabe an Stadtmarketing Burgdorf

BURGDORF (gb). Die nachträgliche Zustimmung zum zuvor nicht einstimmigen AKEB-Vorstandsbeschluss, die vier Verkaufsoffenen Sonntage (VOS) in diesem Jahr probeweise vom Stadtmarketing Burgdorf (SMB) organisieren zu lassen, sowie eine öffentlichkeitswirksame Offensive in Form einer Resolution für ein „serviceorientiertes Parkraumkonzept“ in der Innenstadt waren die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Mitgliederversammlung des Aktionskreises Einkaufsstadt Burgdorf im Ristorante „Fortore“.
In der vom derzeitigen AKEB-Vorstandssprecher Harald Baumgarten geleiteten Versammlung verteidigten Martin Polch und Jörg Fehling noch einmal den Vorstoß, die Verkaufsoffenen Sonntage erst einmal vom SMB durchführen zu lassen, gegen den Vorwurf von AKEB-„Urgestein“ Paul Rohde, der ihnen eine „selbstherrliche Entscheidungsfindung mit illegaler Beschlusslage“ angekreidet hatte. „Die Entscheidung ist aus dem operativen Geschäft heraus und aus finanziellen Gründen getroffen worden“, antwortete Martin Polch, der damit auch die Handlungsfähigkeit des AKEB-Vorstandes verteidigte.
Weiterhin bereiten der City-Kaufmannschaft die fehlenden Parkplätze auf der „flanierablen“ Marktstraße großes Kopfzerbrechen. „Obwohl sich die Erreichbarkeit der Burgdorfer Innenstadt mit der Umgehung und nach den Umbaumaßnahmen deutlich verbessert hat, müssen wir mit diesbezüglichen qualifizierten und unqualifizierten Beschwerden ernsthaft umgehen. Leider konnten wir uns in zentralen Fragen gegenüber Politik und Verwaltung nicht durchsetzen und haben sehenden Auges ein Ergebnis bekommen, das so nicht gewollt war. Dennoch haben wir es hier auch wieder mit echten und „gefühlten“ Problemen zu tun“, betonte Jörg Fehling, der noch auf die allgemein veränderte Situation im Einzelhandel hinwies. Politik und Verwaltung könne man wahrlich nicht die große Schuld geben, denn die Planungen waren vorher bekannt, und dass der Rat nicht viel vom AKEB halte, sei ein offenes Geheimnis, fügte Paul Rohde hinzu. In kleinen Schritten, so Buchhändler Wegener, müsse der AKEB nun die Probleme „Parkraumbewirtschaftung“ angehen und sich nachdrücklich für mehr Möglichkeiten zum Kurzzeitparken in der Innenstadt stark machen.
Bezüglich des Burgdorfer Wochenmarktes tendiert der AKEB zum Standort „Spittaplatz“ mit eventueller Ausdehnung Richtung „Schloss“. „Darauf wollen wir unsere Aktivitäten ebenso lenken, wie auf eine Wiederbelebung des Wein- und Maibaumfestes. Ferner gibt es Überlegungen zur Ausrichtung eines zusätzlichen Weihnachtsmarktes“, kündigte Harald Baumgarten abschließend an.