Ägyptischer Kulturattaché zeichnete Burgdorfer Gymnasiasten aus

Die ägyptischen Gäste Ayman Zaglol und El Sayed Tag Eldin (v.li.) hatten für Schulleiterin Regina Brunschön (re.) einen Teller mitgebracht, der einen pharaonischen Streitwagen zum Motiv hat. (Foto: Georg Bosse)

Preisträger beim Wettbewerb „Ägypten in den Augen deutscher Kinder“

BURGDORF (gb). Pharaonen, Pyramiden, Sarkophage, Mumien und Hieroglyphen. Diese Begriffe beflügeln unsere Gedankenwelt und entführen uns ins Alte Ägypten. Die sich entwickelnde, legendäre Hochkultur entlang des Nils entstand um 3000 v. Chr. Die alt-ägyptischen Königreiche wurden in ihrer langen wechselvollen Geschichte immer wieder von anderen Kulturen, wie beispielsweise von den Hethitern, Persern, Griechen, Römern und Europäern berannt und auch befruchtet. Dafür legen die fantastischen, archäologische Funde und Ausgrabungen beredtes Zeugnis ab. Und gerade diese Entdeckungen sind es, die uns die damaligen baumeisterlichen, mathematischen und medizinischen Kenntnisse bewundern lassen.
Und so war es auch kein Wunder, dass Burgdorfer Gymnasiasten des 6. Jahrganges im vergangenen Jahr an einem „Mumien-Workshop“ teilnahmen, nachdem sie im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts die vorzügliche ägyptische Abteilung des „Roemer-Pelizaeus-Museums“ in Hildesheim besucht hatten. Dabei entstanden 11 Mumienbilder auf Tapetenbahnen, die dann im Kunstunterricht vollendet wurden.
Just zu dieser Zeit hatte die Kulturabteilung der ägyptischen Botschaft in Berlin den Wettbewerb „Ägypten in den Augen der deutschen Kinder“ ausgeschrieben. In großen Rollen schickte Kunstlehrerin Marion Bock die Schülerwerke per Post nach Ägypten und als schon fast keiner mehr mit einer Antwort rechnete, kam die Mitteilung, dass die Burgdorfer Mumienbilder ausgezeichnet werden sollen. Diese Auszeichnung nahm der ägyptischen Kulturattaché, El Sayed Tag Eldin, im Gymnasium Burgdorf vor. Der Kulturattaché wurde mit seinen beiden Begleitern, Ayman Zaglol und Dr. Kamil Nashid, vom Ersten Stadtrat Dagobert Strecker und Schulleiterin Regina Brunschön herzlich in Empfang genommen. Kulturattaché El Sayed Tag Eldin bedankte sich bei den den Schülern für ihr Interesse an seinem Land und überreichte anschließend allen Wettbewerbsteilnehmern jeweils eine Urkunde mit einem Hieroglyphen-ABC. Aber auch Marion Bock, Regina Brunschön und Dagobert Strecker wurden mit je einem kleinen Geschenk bedacht.