Acht Einsätze beschäftigen die Feuerwehr Burgdorf am Wochenende

Aus bislang ungeklärter Ursache geriet ein 70-jähriger Motorradfahrer auf der Auffahrt zur B 188 bei Schillerslage zwischen die Leitplanke und sein Motorrad. (Foto: Maik Klein (Feuerwehr Burgdorf))
 
Am Güterbahnhof brannte innerhalb kürzester Zeit eine Grasfläche von 75 Quadratmetern. (Foto: Maik Klein (Feuerwehr Burgdorf))

Tödlicher Motorradunfall an der Anschlussstelle zur B 188

BURGDORF (r/jk). Richtig auf Trab gehalten wurde die Feuerwehr Burgdorf am vergangenen Wochenende. Am Sonnabend und Sonntag mussten die Burgdorfer Einsatzkräfte insgesamt acht Mal zu Einsätzen ausrücken. Vom Umsetzen eines Wespennestes über die Rettung von Vogelküken bis zur Bekämpfung eines Flächenbrandes und zur Hilfeleistung bei einem tödlichen Motorradunfall mussten die Feuerwehrleute das ganze Repertoire ihres Können abrufen.
Der folgenreichste Einsatz ereignete sich am Samstag gegen 14.20 Uhr. Ein 70-jähriger Motorradfahrer geriet aus bislang ungeklärter Ursache nach einem Sturz zwischen die Leitplanke und sein Krad. Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle war der eingeklemmte Motorradfahrer zwar bereits von Ersthelfern befreit worden, trotz Reanimationsmaßnahmen von Passanten und zwei später hinzueilenden Notärzten verstarb das Unfallopfer aber noch am Nachmittag. Noch vor dem Eintreffen des alarmierten Notfallseelsorgers wurden die Ersthelfer sowie die Insassen eines nahen Regio-Busses von Feuerwehrkameraden betreut. Für die Dauer des Einsatzes waren die Anschlussstelle der B 188 sowie der Zubringer B443 Schillerslage von der Feuerwehr gesperrt.
Im Verlauf des Verkehrsunfalles kam es zu einer weiteren Alarmierung der Burgdorfer Wehr. In der Heiligenbeiler Straße galt es eine Tür für eine hilflose Person zu öffnen. Bereits auf der Anfahrt kam von der Leitstelle die Meldung, dass die Tür bereits geöffnet wurde und der Einsatz der Feuerwehr nicht mehr erforderlich sei.
Ebenfalls noch während des Einsatzes zur Rettung des verunfallten Motorradfahrers musste ein weiterer Einsatz abgearbeitet werden. Bereits beim Eintreffen an der Unfallstelle wurde eine Art Rauchsäule über einem Waldgebiet in Richtung Otze festgestellt. Das Burgdorfer Tanklöschfahrzeug sowie die alarmierte Otzer Feuerwehr konnten jedoch schnell Entwarnung geben. Durch die extreme Trockenheit wurde eine große Menge Staub von einem Trecker bei der Feldarbeit aufgewirbelt.
Ernst wurde es dann aber wieder am frühen Sonntagmorgen gegen 8.00 Uhr bei einem Flächenbrand in der Nähe der Straße Am Güterbahnhof. Am Bahndamm wurde ein kleiner Flächenbrand gemeldet, der sich bis zum Eintreffen der ersten Kräfte auf 75 Quadratmeter ausgeweitet hatte. Die trockene Böschung zwischen der Straße Am Güterbahnhof (in Höhe Lerchenstraße) und den Bahngleisen hatte aus bislang ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Das Feuer wurde zunächst mit zwei D-Rohren gelöscht, gegen 9.15 Uhr musste jedoch erneut nachgelöscht werden, weil es aus dem Wurzelbereich eines jungen Baumbestandes nochmals qualmte.
Bereits am Freitag musste die Ortswehr Burgdorf gegen 14.30 Uhr zu einem drohenden Flächenbrand am Ortsausgang Burgdorf in Richtung Immensen ausrücken. Der meldende Autofahrer löschte das Feuer jedoch schnell mit dem Inhalt seiner Wasserflasche. Durch das beherzte und unverzügliche Eingreifen wurde Schlimmeres verhindert, so dass die Besatzung des Burgdorfer Tanklöschfahrzeuges nur nachlöschen musste. Auch hier liegt die Vermutung nahe, dass eventuell ein brennbarer Gegenstand aus einem Auto geworfen wurde. Die Feuerwehr mahnt daher wegen der ungewöhnlichen Trockenheit dazu, keine Zigaretten oder brennende Gegenstände aus dem Auto zu werfen. Bisher ist durch glückliche Umstände alles gut gegangen, wenn sich das Feuer jedoch schnell ausbreitet, könnte das schwerwiegende Folgen haben.