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Mareike Goldmann und Horst Gohla vom JohnnyB. helfen beim Aufbau der Ausstellung „Burgdorf zaubert!“ mit. (Foto: Joachim Lührs)

Die KulturWerkStadt zeigt ab Samstag die Mitmachausstellung "Burgdorf zaubert!" / Historische Exponate und Tricks zum Ausprobieren

BURGDOF (r/fh). Einen Einblick in die Geschichte der Zauberei und die Möglichkeit, selbst einige Tricks auszuprobieren, bietet die neue Mitmachausstellung „Burgdorf zaubert!“ in der KulturWerkStadt, Poststraße 2. Sie ist vom 13. April bis zum 16. Juni jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. In der Osterzeit ist sie lediglich am Ostermontag ebenfalls von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter sind der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf in Zusammenarbeit mit dem JohnnyB. Fördernde Unterstützung leisten die Region Hannover und die Stadtsparkasse Burgdorf. Nach vorheriger Absprache mit dem JohnnyB., unter Telefon (05136) 3693 oder per E-Mail an johnnyb-burgdorf@web.de können Kindergärten und Schulklassen die Schau auch innerhalb der Woche besuchen.
An jedem Wochenende haben die Besucher der KulturWerkStadt die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung zwei neue verblüffende Zaubertricks kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Beteiligt sind drei Künstler vom magischen Zirkel in Hannover: Manuel Sanetra, Lukas Sbresny und Gordin Winkel. Jeweils gegen 16 Uhr gibt es eine Zaubershow.
Das „Zentrum für Zauberkunst“ aus Nottuln-Appelhülsen stellt außerdem eine ganze Reihe von Exponaten zur Verfügung, die spannende Schlaglichter auf die Geschichte der Zauberei werfen. Zu sehen sind unter anderem Zauberrequisiten, historische Plakate zu den Auftritten bekannten Zauberkünstler, Schautafeln zur Geschichte des Zauberns und seiner Erscheinungsformen, Fotos sowie Zauberbücher und –kästen.

„Hocus Pocus Junior“

Ihren Ursprung hat die Zauberei als Unterhaltungs- und Kunstform im ausgehenden 16. Jahrhundert. Bis dahin haftete "Zauberern" der Ruf an, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Im 17. Jahrhundert fand die Zauberei dann eine immer weitere Verbreitung. Zu ihrer Entwicklung trug das wegweisende Werk "Hocus Pocus Junior" bei, welches im Jahr 1634 erstmals ausschließlich Zauberkunststücke zum Selbstvorführen beschrieb.
Einerseits traten zusehends Zauberkünstler im kleinen Rahmen auf Jahrmärkten auf, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Andererseits etablierten sich auch die ersten aufwendig inszenierten Shows, die im großen Stil aufgeführt wurden und die Massen begeisterten. Legendäre Zauberer der Vergangenheit waren Harry Houdini, die Familiendynastie der Uferinis, Kalanag (alias Helmut Ewald Schreiber) und Samuel Bellachini.
Als neuer Zweig der Zauberkunst kam vor einigen Jahren die Comedy-Zauberei hinzu. Zu den etablierten Größen der Branche gehören in der Neuzeit aufgrund ihrer spektakulären und vor einem Millionenpublikum im Fernsehen präsentierten Zaubertricks die Ehrlich Brothers, David Copperfield, Thimon von Berlepsch, Markus Zink, Farid und Ken Bardowicks.