Abgeordnete besuchten den Burgdorfer Seniorenrat

Zur jüngsten Sitzung des Burgdorfer Seniorenrates hatte der Vorsitzende Wolf Büttner (Mi.) die Politiker Caren Marks (SPD; li.) und Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (CDU; re.) an seiner Seite. (Foto: Georg Bosse)

Marks (SPD) und Deneke-Jöhrens (CDU) suchten Konfliktlösungen

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Zu seiner jüngsten Sitzung hatte sich der Seniorenrat Burgdorf die SPD-Bundestagsabgeordnete und seniorenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Caren Marks (Wedemark), sowie den Lehrter Ratsherrn und CDU-Landtagsabgeordneten, Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, eingeladen. In einer gemeinsamen Aussprache wurden lokale Themen, die Menschen höheren Lebensalters betreffen, erörtert und Lösungen bei konfliktbehafteten Sachverhalten erforscht.
Zu diesen Problemthematiken gehören unter anderem die negativen Vorgänge um die Errichtung von „Pflegestützpunkten“ im Ostkreis der Region Hannover. Das dezentrale und bürgernahe Modell, auf das sich die Kommunen Sehnde, Lehrte, Burgdorf und Uetze weitgehend geeinigt hatten, und das in seinen Planungen von Burgdorfs Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann bereits beträchtlich vorangetrieben worden war, scheint nicht realisiert werden zu können, weil die Verhandlungen mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek) gescheitert sind (der MARKTSPIEGEL berichtete). Darüber hinaus besteht die konkrete Gefahr, die Anschubfinanzierung für bestehende Pflegestützpunkte durch Bundesmittel zu verlieren, die immerhin 60.000 Euro beträgt und deren Abruffrist am 30. Juni ausläuft. „Eigentlich hatten wir von der Gegenseite positive Signale erhalten. Deshalb folgt unser Entwurf zwar nicht dem Wortlaut aber zumindest dem Geist der Landesrahmenvereinbarung“, sagte Brinkmann.
Da müsse man doch Druck machen können, meinte der Burgdorfer Seniorenrats-Vorsitzende Wolf Büttner. Dieser „Druck“ soll nun zeitnah in einem Gespräch mit Niedersachsens CDU-Sozialministerin Aygül Özkan gemacht werden, für das sich Hans-Joachim Deneke-Jöhrens einsetzen will. „Bürgernahe und erreichbare Pflegestützpunkte waren 2008 das Herzstück der schwarz-roten Pflegereform. Sie sind eine Landesaufgabe mit kommunaler und ehrenamtlicher Unterstützung, wobei mögliche Überforderungen immer die Kommunen betreffen“, meinte Caren Marks.
Um Geld ging es auch bei dem so genannten „Burgdorfer Modell“, einer Wohnform im Alter, das bundesweit zu einem von insgesamt zehn Forschungsprojekten erhoben worden ist. „Im Rahmen des Vorhabens „Soziale Stadt“ sind möglicherweise wieder Fördermittel zu bekommen, wenn behinderten-, seniorengeeignete und energetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden“, so Marks. Bezüglich des Aufbaus eines Mehrgenerationenhauses empfahl Deneke-Jöhrens, nach starken Trägerschaften aus dem kommunalen und/oder freien (ehrenamtlichen) Bereich Ausschau zu halten. Dies könnten in Burgdorf beispielsweise das Frauen- und Mütterzentrum (MüZe) oder der Kinderschutzbund (KSB) sein.
Hans Bauer, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenrates Burgdorf, kündigte an, dass der generationenübergreifende „Aktiv-Park“ im Stadtpark Anfang/Mitte Juli offiziell eingeweiht und eröffnet werden soll.