6 Millionen Euro für Radweg an B188

Bisher endet der Radweg am Ortsausgang von Hülptingsen. Ab 2023 soll die sechs Kilometer lange Lücke bis Altmerdingsen geschlossen werden. (Foto: Archiv/Franka Haak)

Der Bund übernimmt die Kosten für das Projekt / Bau soll 2023 beginnen

Burgdorf/Uetze (r/fh). Wer von Burgdorf nach Uetze radeln möchte oder umgekehrt, der hat es bisher nicht leicht. Denn entlang der B188 gibt es zwischen Hülptingsen und Altmerdingsen derzeit keinen Radweg. Das soll sich nun ändern: Die Region will die sechs Kilometer lange Lücke schließen. Außerdem sollen die bereits bestehenden Teilstücke gemäß dem heutigen Standard auf eine Breite von 2,50 Metern ausgebaut werden. Der Baubeginn ist für 2023 geplant.
Kommunalpolitiker in Burgdorf und Uetze fordern das seit Jahren. Und auch die Region hat das Projekt schon länger auf dem Zettel. Doch für Bundesstraßen ist sie eigentlich nicht zuständig. Jetzt hat sie sich mit dem Bund aber auf eine Planungsvereinbarung geeinigt. Demnach tritt sie bei dem Projekt als Bauherr auf und geht auch finanziell in Vorleistung. Auch die verwaltungsinternen Baukosten von rund 50.000 Euro trägt sie selbst. Den größten Teil - nämlich die Bau- und Planungskosten in Höhe von voraussichtlich etwa 6 Millionen Euro - bekommt sie aber vom Bund zurück.
Bevor die Vereinbarung unterzeichnet wird, müssen jetzt noch die politischen Gremien darüber beraten. Der Verkehrsausschuss der Region hat sich bereits einstimmig dafür ausgesprochen. Deshalb ist auch eine Zustimmung in der Regionsversammlung am 23. Februar zu erwarten.
Die Verbindung zwischen Burgdorf und Uetze ist Teil des sogenannten Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr, das die Region entwickelt hat, um das Radfahren schneller, bequemer, sicherer und damit auch alltagstauglich zu machen. Bis zum Ortsausgang von Hülptingsen gibt es einen Radweg, ebenso von Altmerdingsen nach Uetze. Dazwischen klafft aber eine etwa sechs Kilometer lange Lücke. Nahe Ausweichstrecken gibt es nicht und das Radfahren auf der Fahrbahn ist aufgrund der hohen Verkehrsdichte und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern ebenfalls keine Option.