55-Jähriger droht mit Amoklauf

Nach eigenem Bekunden wollte er seine Ankündigung nicht in die Tat umsetzen

Ehlershausen (r/fh). Im Streit mit seiner Krankenkasse über ausstehende Leistungen hat ein 55-Jähriger aus Ehlershausen über die sozialen Medien angedroht, am Mittwoch in Hannover Amok zu laufen, falls das Geld nicht überwiesen werde. Nachdem er diese Nachricht am Dienstagnachmittag, 23. März, verschickt hatte, versuchte die Krankenkasse, Kontakt zu ihm aufzunehmen - jedoch ohne Erfolg. Daraufhin verständigte sie die Polizei.
Die Beamten fuhren zu seiner Wohnanschrift an der Ramlinger Straße in Ehlershausen. Da er die Haustür nicht öffnete und auch telefonisch nicht erreichbar war, betraten sie schließlich auf richterliche Anordnung seine Wohnung und trafen ihn dort an. In seiner Vernehmung erklärte der 55-Jährige, aus Wut gehandelt zu haben, aber nicht die Absicht gehabt zu haben, einen Amoklauf zu unternehmen. Ihm wurde mitgeteilt, dass die Krankenkasse die strittige Zahlung schon vor seiner Androhung veranlasst habe. Gegen den 55-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet.