500 Unterschriften für Volksbegehren

Ernst Schmidt vom Nabu Burgdorf und Jens Palandt von Bündnis90/Die Grünen übergeben am 3. Juli rund 500 Unterschriften an die Stadt Burgdorf. (Foto: privat)

Bündnis 90/Die Grünen und Nabu freuen sich über große Resonanz in Burgdorf

Burgdorf (r/fh). Für das Volksbegehren "Artenvielfalt" haben die Nabu-Ortsgruppe und Bündnis 90/Die Grünen in Burgdorf bereits mehr als 500 Unterschriften gesammelt. Sie sind bei den Aktionen an den vergangenen beiden Samstagen in der Innenstadt zusammengekommen.
Am 3. Juli haben Ernst Schmidt vom Nabu und Jens Palandt von Bündnis90/Die Grünen dem Bürgeramt mehr als 60 Bögen mit jeweils acht Unterschriften überreicht. Die Kommunen geben die Unterschriftenzahlen nach jeweiliger Prüfung nach und nach an die Landeswahlleiterin in Hannover weiter. "Es kommen derzeit täglich weitere von Bürgerinnen und Bürgern in Eigeninitiative befüllte Unterschriftenbögen hinzu", sagt Palandt.
Bisher habe er den Eindruck gewonnen, dass die Menschen überwiegend gut ber die Thematik informiert seien. "Wir spüren großes Interesse und Mitmachbereitschaft bei den Bürgerinnen und Bürgern in Burgdorf für das Anliegen, unsere Artenvielfalt durch eine bessere Gesetzgebung zu erhalten“, betont Schmidt.
An den nächsten Samstagen gehen die Unterschriftenaktionen jeweils zwischen 10 und 12 Uhr an unterschiedlichen Stellen in der Stadt Burgdorf, etwa im Umfeld des Wochenmarktes oder auch an anderen stark frequentierten Stellen im Stadtgebiet, weiter.
Zum Hintergrund: Mit dem Volksbegehren "Artenvielfalt" wollen Bündnis 90/Die Grünen, der Nabu und weitere Partner die Naturschutzgesetze auf Landesebene ändern, um den ökologischen Landbau zu fördern, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren und einen Biotopverbund zu schaffen.
Wenn landesweit 610.000 Bürger und damit zehn Prozent der Bevölkerung das Volksbegehren unterstützen, muss der Niedersächsische Landtag über den Gesetzesvorschlag abstimmen. Lehnen die Politiker ihn dann mehrheitlich ab, würden anschließend alle Wahlberechtigten in einer direkten Volksabstimmung darüber entscheiden.
Das Landvolks kritisiert die Initiative und verweist auf den Niedersächsichen Weg, den sowohl die Vertreter der Landwirte als auch die Naturschutzverbände unterzeichnet haben. Dazu seien zu vielen Themen Kompromisse gefunden worden, mit denen auch die Ziele des Volksbegehrens erreicht werden könnten. Grüne und Nabu betonen hingegen, dass der Niedersächsische Weg nur eine Absichtserklärung sei und es jetzt verbindliche Regeln brauche.
Interessiert können auch jeweils dienstags von 18 bis 19 Uhr im Grünen Zentrum, Markstraße 64, unterschreiben oder sich dort Listen abholen, um im Familien- und Freundeskreis selbst Unterschriften zu sammeln. Wichtig: Online kann man nicht unterschreiben und auch selbst ausgedruckte oder kopierte Bögen sind nicht gültig. Weitere Infos gibt es unter www.artenvielfalt-niedersachsen.de.