488 Menschen ließen sich für Max-Philip typisieren

Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit an der Typisierungsaktion für Max-Philip teilzunehmen: Burgdorfs (Ex-)Kulthandballer Heidmar Felixson (re.) ließ sich von Pascal Struckmeier (li.) ein wenig Blut abzapfen. (Foto: Georg Bosse)

Überwältigende Hilfsbereitschaft für den 17-jährigen Leukämiekranken

BURGDORF (gb). Der 17-jährige Max-Philip aus Burgdorf ist an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt. Max-Philip kann nur überleben, wenn für ihn ein passender „genetischer Zwilling“ gefunden wird, dessen Gewebemerkmale mit den seinen übereinstimmen. Und weil bis heute weltweit noch kein brauchbarer Stammzellspender ausfindig gemacht werden konnte, hatte die Burgdorfer Initiativgruppe um Beate Gottowik, Brigitta Stäwen und Colette Leßmann gemeinsam mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei zu einer möglicherweise lebensrettenden Typisierungsaktion aufgerufen.
Der Ruf verhallte in Burgdorf und Umgebung nicht ungehört. 488 Menschen kamen am vergangenen Samstag in die südstädtische „Gudrun Pausewang-Grundschule“ und ließen sich nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung fünf Milliliter Blut abnehmen, die jetzt auf (hoffentlich) übereinstimmende Gewebemerkmale hin untersucht werden können. „Danke! Wir sind von der Hilfsbereitschaft der Menschen überwältigt. Die reibungslose Organisation und Durchführung der Bestimmung der Gewebemerkmale im Spenderblut (Typisierung) hätte ohne das große ehrenamtliche Engagement von bis zu 50 Freunden und Familienangehörigen nicht stattfinden können“, sagte Beate Gottowik.
Da die Blutuntersuchungen und die Registrierung pro Spender 50 Euro kosten, sind die DKMS und die betroffene Familie auch auf Geldspenden angewiesen. „Durch die gute Resonanz kamen über 5.100 Euro an Unterstützungssumme zusammen. Das war eine tolle Aktion, die einmal mehr gezeigt hat, was Gemeinschaftsgefühl bewirken kann“, resümierte Simon Stifter, Mitarbeiter der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei, die Burgdorfer Hilfeaktion für Max-Philip. Zu diesem Gemeinschaftsgefühl trug auch ein kleines Platzkonzert des Burgdorfer Fanfarencorps „Wikinger“ vor der Schule bei. Denn Mitgefühl und Musik verbindet Menschen.
Wer Max-Philip und die Burgdorfer Initiativgruppe finanziell unterstützen möchte, zahlt seine Spende auf das DKMS-Konto: 270 008 840 bei der Stadtsparkasse Burgdorf (BLZ: 251 513 71).