230.000 Euro an Einzelspenden

Pastorin Friederike Grote (von links), Kantor Martin Burzeya, Pastor Dirk Jonas und die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands Christiane Stoklassa tauschen sich über das Ergebnis der Innenraumsanierung in der St.-Pankratius-Kirche aus.
 
Dank der neuen LED-Beleuchtung lässt sich der Altarraum jetzt separat in Szene setzen, während die restliche Kirche stimmungsvoll abgedunkelt wird.

St.-Pankratius-Gemeinde freut sich über große Unterstützung für die Orgel- und Innenraumsanierung

Burgdorf (fh). Nach dem abschließenden Kassensturz für das Projekt "In neuem Glanz erstrahlen" zieht die St.-Pankratius-Gemeinde eine positive Bilanz: Die neue Beleuchtung, die Renovierungsarbeiten und die Sanierung der Orgel in der Kirche am Spittaplatz können zu etwa 60 Prozent aus Spenden finanziert werden. Alle Maßnahmen zusammen haben knapp 500.000 Euro gekostet - 423.000 Euro für den Innenraum und 75.000 Euro für die Orgel.
Die Kirchengemeinde hat dafür auf unterschiedlichen Wegen Unterstützung erhalten: Die Einzelspenden summieren sich auf rund 230.000 Euro auf. "Von 5 Euro bis zu 10.000 Euro war alles dabei. Wir sind für jeden Beitrag dankbar", sagt Pastor Dirk Jonas. Demnächst sollen alle Spender eine Postkarte als Dankeschön erhalten.
Der Förderverein zur Erhaltung der St.-Pankratius-Kirche steuerte weitere 30.000 Euro bei und der Freundeskreis zur Förderung der Kirchenmusik 15.000 Euro für die Orgelsanierung. Über Patenschaften für die Orgelpfeifen sind noch einmal 14.000 Euro zusammengekommen. Für die Orgelsanierung hat die St.-Pankratius-Gemeinde außerdem von der Landeskirche 21.000 Euro Fördermittel erhalten. Die restlichen rund 190.000 Euro bezahlt die Gemeinde aus der eigenen Tasche. "Wir können sie größtenteils aus Baurücklagen decken, die wir für solche Vorhaben gebildet haben", erläutert Jonas.
Nach rund drei Jahren ist das Projekt "In neuem Glanz erstrahlen" bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen. Und das Ergebnis lasse sich sehen und hören, betont der Pastor. Sowohl die neue LED-Beleuchtung als auch die frisch sanierte Orgel sind jetzt schon seit einigen Monaten im Einsatz und hätten ihre ersten Bewährungsproben bestanden. "Mit dem Licht können wir jetzt die liturgischen Farben des Kirchenjahres aufgreifen. In der Adventszeit strahlen wir die Decke zum Beispiel violett an", erläutert Jonas. Und gerade bei Festgottesdiensten oder Konzerten könnten zum Beispiel der Altarraum oder die Orgelempore separat angestrahlt werden, während das restliche Kirchenschiff stimmungsvoll abgedunkelt wird.
Auch bei der Gemeinde komme das gut an. "Gerade diejenigen, die regelmäßig zum Gottesdienst kommen, sagen uns, dass die Kirche jetzt noch heller und freundlicher wirkt", sagt Pastorin Friederike Grote. Das liege nicht nur an der neuen Beleuchtung. Auch die Wände sowie Kirchenbänke seien frisch gestrichen, Pfeiler, Altar und Emporen-Brüstung restauriert und große dunkle Holztafeln an den Seitenschiffen entfernt worden. Auch das ein oder andere Detail trage zum Gesamteindruck bei. So wurden zum Beispiel die kleinen Kronleuchter im Altarraum durch schlichtere, unauffälligere Pendelleuchten ersetzt, während die großen Kronleuchter im Mittelschiff erhalten bleiben. "Uns ist eine gute Mischung gelungen. Da zahlt sich das lange Überlegen und Planen aus", resümiert Jonas.
Und auch die Orgel habe durch die Sanierung und klanglichen Ergänzungen deutlich gewonnen. "Sie klingt jetzt viel frischer, präsenter und ist vielseitiger einsetzbar. Das hatten wir uns erhofft und es zeigt sich jetzt auch in den Gottesdiensten und bei Konzerten", sagt Kantor Martin Burzeya. Einen Eindruck von den neuen Möglichkeiten möchte er bei einem moderierten Orgelkonzert am Samstag, 8. Januar, ab 18 Uhr vorstellen.
Noch haben übrigens nicht alle Pfeifen der Orgel einen Paten, sodass noch weitere Patenschaften übernommen werden können. Das zusätzliche Geld soll für die Gestaltung des Raums hinter der Orgel verwendet werden. Dort befand sich bisher ein großer Balg für die Luftzufuhr, der nun durch einen deutlich kleineren innerhalb des Instrumentengehäuses ersetzt wurde. In dem nun leeren Raum soll eine kleine Ausstellung und eine Bibliothek eingerichtet werden, die für Orgelführungen genutzt werden können. Weitere Infos gibt der Vorsitzende des Fördervereins Hubert Berz, unter Telefon (05136) 85246.