20 Jahre Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze

Hospizdienst-Leiterin Manuela Fenske-Mouanga, die ehrenamtlichen Begleiter Brigitte Brauer (Burgdorf) und Wolfgang Lütge (Obershagen) sowie der Hospiz-Stiftungsvorsitzende Hartwig Laack (Burgdorf; v.li.) feiern mit allen Mitarbeitern 20-jähriges Jubiläum. (Foto: Georg Bosse)

Festakt zum Jubiläum am 5. Juni in der Markuskirche Lehrte

ALTKREIS BURGDORF (gb). Im April 1990 begann Sabine Steffmann ihr Anerkennungsjahr zur staatlich anerkannten Dipl.-Sozialpädagogin im Diakonischen Werk des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgdorf. Schwerpunkt ihres Tätigkeitsbereichs wurde die Ambulante Hospizarbeit. Mit einem Festakt am Samstag, 5. Juni, in der Lehrter Markuskirche möchte der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze ab 19.00 Uhr nun sein 20-jähriges Bestehen feiern.
Seit zwei Jahrzehnten hilft die ambulante Hospizbewegung Schwerkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen im Kirchenkreis Burgdorf mit geschulten, ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern, wie beispielsweise Brigitte Brauer (Burgdorf) und Wolfgang Lütge (Obershagen), das Leben bis zum Ende sinnvoll und lebenswert zu erfahren.
Ein kurzer Blick zurück: In den 1990er Jahren stand der strukturelle Aufbau des Dienstes im Vordergrund und es wurde der Umzug von der Burgdorfer „Wallgartenstraße“ an die „Schillerslager Straße 9“ vollzogen. Im Oktober 2005 übernahm Manuela Fenske-Mouanga die Funktion einer Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes. Jetzt rückt die weitere Professionalisierung in den Mittelpunkt, um einerseits den festgelegten Anforderungen der Krankenkassen zu genügen, andererseits die Öffentlichkeit verstärkt auf den gut funktionierenden Hospizdienst im Kirchenkreis aufmerksam zu machen. Drei Jahre später beschloss der Kirchenkreisvorstand die Gründung einer Hospiz-Stiftung, der derzeit der Diakon und Dipl-Pädagoge Hartwig Laack (Burgdorf) vorsteht. „Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, sich und die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes in allen Gemeinden des Kirchenkreises vorzustellen und zu unterstützen. Darüber hinaus wollen wir Strategien zur gezielten Einwerbung von Spenden und zur Erhöhung des Stiftungskapitals entwickeln, um den Dienst langfristig (finanziell) abzusichern und so den aktiven ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Rücken frei zu halten. Denn der Dienst lebt von der verantwortungsvollen Ehrenamtsarbeit“, umreißt Hartwig Laack den Sinn und Zweck der Hospiz-Stiftung.
Deshalb ist jede (Einzel-)Spende, die auf das Konto 7211 bei der Stadtsparkasse Burgdorf (BLZ: 251 513 71) unter dem Stichwort: „Hospiz-Stiftung“ eingezahlt wird, willkommen und sinnvoll.
„Hospize und Palliativmedizin sind angetreten, (tod-)kranken Menschen zu helfen, ihr Leben ungestört, unverzögert, unbeschleunigt, persönlich, sozial, integriert, lebenssatt, spirituell angenommen, schmerzkontrolliert und begleitet zu vollenden“, beschreibt Prof. Dr. Franco Rest den Weg zum nahenden Lebensende, wie er idealerweise sein sollte. Um einen solchen Weg wahrscheinlicher gestalten zu können, schlägt der Dortmunder Erziehungswissenschaftler und Sozialethiker eine mit vertrauten Personen schriftlich verfasste, so genannte „Sprituelle Verfügung“ vor. Eine derartig individuell formulierte Willenserklärung könnte, nach Prof. Rest, eventuell sogar die rein juristischen „Patientenverfügungen“ überflüssig machen. Zu dieser Thematik hält Franco Rest am Festsamstag, 5. Juni, ab 19.00 Uhr seinen Gastvortrag in der Markuskirche zu Lehrte.