16 neue Sozialwohnungen

Im Neubaugebiet "An den Hecken" will die KSG zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Kleinere Abweichungen können sich in der weiteren Planung noch ergeben, im Wesentlichen werden sie aber so aussehen wie in dieser Visualisierung. (Foto: KSG)
 
Der KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range (links) und Bürgermeister Alfred Baxmann tauschen sich über den geplanten Mietwohnungsbau im Baugebiet "An den Hecken" aus.

Die KSG Hannover plant im Neubaugebiet "An den Hecken" zwei Mehrfamilien- und sieben Reihenhäuser / Wohnungsmieten sollen bei 5,80 Euro je Quadratmeter liegen

BURGDORF (fh). Im Neubaugebiet „An den Hecken“ sollen in den nächsten Jahren vergleichsweise günstige Mietwohnungen entstehen. Die regionale Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) Hannover will dort zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Zwei-Zimmer-Wohnungen bauen. „Damit schaffen wir einmal mehr dringend benötigten Wohnraum für Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen“, sagt der KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range. Zusätzlich zu den Mietwohnungen will das Unternehmen auf dem Grundstück sieben Reihenhäuser bauen und zum Verkauf anbieten. „Sie sollen auch für junge Familien attraktiv und bezahlbar sind“, kündigt Range an. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit Baukosten von etwa 2,6 Millionen Euro.
Für die 16 Mietwohnungen hat die KSG entsprechende Fördermittel bei Land und Region beantragt und verpflichtet sich damit, sie ausschließlich an Menschen mit einem sogenannten Wohnberechtigungsschein zu vermieten, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die Kaltmieten werden demnach bei 5,80 Euro je Quadratmeter liegen. "Ohne Förderung müssten wir 13 bis 14 Euro verlangen", nennt Range als Vergleichswert.
Den Bauantrag für das Projekt hat die KSG bereits eingereicht. Im März will sie die Aufträge für Baufirmen ausschreiben und wenn alles nach Plan läuft, könnte Anfang Juli der erste Spatenstich erfolgen. Ziel der KSG ist es, das Bauprojekt im Frühjahr 2021 abzuschließen. Die 16 Sozialwohnungen im Neubaugebiet „An den Hecken“ könnten demnach noch vor den 40 Sozialwohnungen an der Gerickestraße bezugsfertig sein, die der Rat in seiner Sitzung im Dezember auf den Weg gebracht hat.
Obwohl die Auftragsbücher vieler Handwerksbetriebe und Baufirmen gegenwärtig gut gefüllt sind, sei er zuversichtlich, die Arbeiten rechtzeitig vergeben zu können, so Range. „Wir sind ein guter Auftraggeber, zahlen immer pünktlich und arbeiten mit einigen Betrieben seit langem verlässlich zusammen“, begründet er. Eine zeitraubende europaweite Ausschreibung sei für das Projekt nicht erforderlich.
Für das Grundstück mit einer Größe von insgesamt rund 3252 Quadratmetern hatten sich sieben Unternehmen bei der Stadt Burgdorf beworben und unterschiedliche Konzepte eingereicht. Die Verwaltung hat sich für den Entwurf der KSG entschieden. „Maßgeblich waren für uns die Wohnungsdichte und die Möglichkeit, barrierefreien, energetischen und zugleich preisgünstigen Wohnraum zu schaffen“, erläutert Bürgermeister Alfred Baxmann und fügt hinzu: „In den vergangenen Jahren haben wir es nicht hinbekommen, diese drei Dinge miteinander zu verzahnen. Bei diesem Projekt klappt das hervorragen.“
Jede der 16 Wohnungen soll über eine Fußbodenheizung, einen Abstellraum auf dem Außengelände sowie einen Balkon, eine Terrasse oder Dachterrasse verfügen. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 41 und 59 Quadratmetern. Das Heizen soll über eine Wärmepumpe erfolgen und die Bauten sollen die Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV) in der Fassung von 2016 erfüllen. Zwei Wohnungen sind rollstuhlgerecht geplant, die übrigen 14 immerhin barrierearm. Ein Aufzug wird allerdings nur in einem der beiden Mehrfamilienhäuser eingeplant. "Im zweiten Haus verzichten wir darauf, weil das die Baukosten sonst in die Höhe treiben würde", erklärt Range.

Die KSG

Die KSG ist ist ein regionales Wohnungsunternehmen mit Sitz in Laatzen, die Wohnraum plant, baut, vermietet und verwaltet. Die größten Gesellschafter sind die Region Hannover (25,1 Prozent), die Städte und Gemeinden in der Region Hannover außer der Landeshauptstadt Hannover (68,6 Prozent) und die Sparkasse Hannover (6,2 Prozent). Zur Zeit besitzt die KSG rund 130 Mietwohnungen in Burgdorf, vor allem an der Lehrter Straße.