100 Jahre SV Hertha Otze - Ein Dorf feiert sich und seinen Sportverein

Der amtierende Hertha-Vorsitzende Alfred Burgemeister (li.) mit seinen Amtsvorgängern Jürgen Schacht (1998-2007), Wolfgang Mierswa (1987-1991), Erwin Goebel (1962-1964/1967) und Heinrich Schlüter (1977-1987; v.li.). (Foto: Georg Bosse)

Rückblick auf ein Jahrhundert beim festlichen Jubiläumskommers

OTZE (gb). Zum hundertjährigen Bestehen des SV Hertha Otze von 1910 hat ein vereinsinternes Redaktionsteam eine brillante hundertseitige Jubiläumsschrift herausgeben. „Diese tolle Chronik gewährt lohnende Blicke auf das Innenleben und auf die Historie des Vereins, die eng mit der Dorfgeschichte verwoben ist“, lobte Bürgermeister Alfred Baxmann die Macher in seinem Grußwort anlässlich des festlichen Kommers in der vergangenen Woche im „Wellblechpalast“ auf dem Otzer Erlebhnishof Lahmann. Auch Ortsbürgermeister Carl Hunze betonte die prägende Kraft des Sportvereins, die das Dorf nachhaltig mitgestaltet habe.
Vor rund 160 geladenen Gästen sagte der amtierernde Hertha-Vorsitzende Alfred Burgemeister, dass aus einem anfänglich reinen Fußballclub ein Verein des Breitensports in ständiger Anpassung an die Bedürfnisse der Menschen in und um Otze geworden sei. Dass die über 700 Mitglieder zählende „Hertha“ vielseitig breitensportlich und damit zukunftsfest aufgestellt ist, bewies die Tatsache, dass mit Fritz Redeker und August-Wilhelm Winsmann nicht nur hannoversche Fußballfunktionäre vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) der Einladung zum Jubiläumskommers gefolgt waren, sondern auch Wilfried Baxmann vom Regionssportbund Hannover und der Präsident des Triathlon Verbandes Niedersachsen (TVN), Holger Kolb.
Während Winsmann in seiner Gratulationsansprache daran erinnerte, dass die „Wiege des deutschen Fußballs“ 1874 in Braunschweig stand und nur 36 Jahre später die (Fußball-)„Hertha“ von Hermann Bosse (1910-1914) in Otze aus der Taufe gehoben wurde, nahmen Wilfried Baxmann und Holger Kolb die Festveranstaltung zum Anlass, jahrzehntelange verdiente Vereinsmitglieder auszuzeichnen. Übungsleiterin Anita Mierswa erhielt von Baxmann die Ehrennadel des Turnerbundes und Heinz Döbel wurde von Holger Kolb für seine tatkräftige, durchgehende Leitung der kleinen „Ironman“-Sparte (14 Mitglieder) geehrt, die vor 20 Jahren gegründet worden war.
Der Vereinsgeburtstag war auch eine gute Gelegenheit für einen Fußballtalk zwischen den Generationen. NDR2-Moderator Bastian Wünsch (Großburgwedel) spielte verbalen Doppelpass mit dem neunjährigen Nachwuchskicker Paul Seiffert sowie mit dem Ex-Fußballer und früheren Vereinschef Erwin Goebel (81), der natürlich das 3:3 der „Hertha“ gegen Bayern München im Jahre 1947 bei einer Freundschaftspartie in Garmisch-Partenkirchen nicht unerwähnt lassen durfte. Und auch Gerald Brückner, Alfred Burgemeister und Hugo Weidenbach ließen sich von Bastian Wünsch in einer amüsanten Gesprächsrunde erheiternde Anekdoten aus ihrem aktiven Fußballerleben entlocken.
Die kurzweiligen und würdigenden Wortbeiträge wurden zwischendurch von Showeinlagen der springlebendigen Hertha-„Shorties“ und der „Blond AG“ munter unterbrochen. Und bevor Wolfgang Mierswa, ebenfalls ehemaliger Hertha-Vorstand (1987-1991) sowie Ex-Bundesligaschiedsrichter, zum guten Schluss des Jubiläumskommers zu seiner von Thomas Mühlhausen bildunterstützten sowie mit unterhaltsamen Episoden angereicherten Festrede ansetzte, überbrachte Walter Eckhoff (TSV) die sportlich fairen Glückwünsche stellvertretend für die fußballspielenden Burgdorfer Vereine 1. FC Burgdorf, TSV Burgdorf, SV Sorgensen und SV Ramlingen/Ehlershausen.