100 Jahre SoVD Hänigsen

Zahlreiche Gäste kamen zur Feierstunde nach Hänigsen.

Ortsverband feierte mit zahlreichen Gästen sein Jubiläum

VON DANA NOLL

HÄNIGSEN. Die Erfolgsgeschichte des SoVD in eine Ansprache zu packen, war für die Redner eine Herausforderung. 100 Jahre Ortsverband Hänigsen - da ist viel gestaltet worden! „Und das ist sogar historisch belegt“, wissen die Mitglieder zu berichten. Allen voran Sigrid Kössler, Enkelin von Adolf Paare, der zu den Gründungsmitgliedern zählte. In ihrem Besitz befindet sich das Mitgliedsbuch ihres Großvaters, dass den 30. Oktober 1918 als den Tag ausweist, an dem der SoVD in Hänigsen seinen Dienst aufnahm. Damals noch unter dem Namen „Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen“, hatte er zum Ziel, nach dem Ersten Weltkrieg, Witwen sowie Kriegsrückkehrern und deren Verwandten, Unterstützung zu geben. 1919 folgte die Umbenennung in „Reichsbund“. In den 30er Jahren wurde dieser in den Kriegswirren aufgelöst, zumindest überwiegend, denn der Hänigser Verband schaffte es, auch in der NS-Zeit, weiter Bestand zu haben. Offiziell gab es 1946 den „Reichsbund“ wieder deutschlandweit – die Aufgaben und Ziele waren die gleichen geblieben, denn auch der Zweite Weltkrieg hatte viel Leid hinterlassen.
1999 wurde dann aus dem „Reichsbund“, der Sozialverband Deutschland mit damals 295 Mitgliedern (heute: 553 Mitglieder) „Der SoVD hat sich stark entwickelt. Anfangs noch hauptsächlich mit Kaffeefahrten und Geselligkeit unterwegs, hat er sich zu einem starken Unterstützer entwickelt, für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, erklärt der Vorsitzende Klaus Wedemeier, „Er steht für soziale Gerechtigkeit und ist der Beweis, dass Tradition und Moderne sich durchaus ergänzen können.“
Auch Norbert Vanin, SoVD-Mitglied, Ortsbürgermeister Hänigsen und stellvertretender Gemeindebürgermeister Uetze, bedankte sich bei dem SoVD, „für die gute Arbeit, die geleistet wird.“ „Leider lassen sich Versorgungsleistungen oft nur durch rechtliche Schritte erstreiten, da gebt ihr Hilfestellung und seid ein zuverlässiger Partner“, so Vanin. Er lobte weiterhin, „dass gute dörfliche Miteinander in Hänigsen und den SoVD als Teil einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft.“
Unter den etwa 100 Gästen, die zur Feierstunde kamen, war auch Annemarie Weibel, 2. Kreisvorsitzende SoVD Kreisverband Burgdorf, „die dem SoVD Hänigsen, immer viele Mitglieder und vor allem ehrenamtliche Helfer wünschte.“ Vor allem denen, galt auch der Dank von Klaus Wedemeier: „Die Erfolgsgeschichte war und ist auch nur durch die Ehrenamtlichen möglich, die sich für die Mitglieder einsetzen und für diejenigen, die Hilfe und Beistand benötigen.“ Für die Zukunft wünschte sich Wedemeier, „dass sich der Verband weiterhin der gesellschaftlichen Verantwortung stellt und diese auch erfüllt!“