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Sportgericht sorgte bei einigen Vereinen aus dem Altkreis für verspäteten Jubel

Während der TSV Kleinburgwedel (gelbe Trikots) dank des Gerichtsentscheids in der nächsten Saison in der Kreisliga weiterspielen darf, muss der FC Burgwedel den Gang in die 1. Kreisklasse antreten.
  • Während der TSV Kleinburgwedel (gelbe Trikots) dank des Gerichtsentscheids in der nächsten Saison in der Kreisliga weiterspielen darf, muss der FC Burgwedel den Gang in die 1. Kreisklasse antreten.
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BURGDORFER LAND (de). Noch am Montag der vergangenen Woche sah es so aus, als wenn Dietmar de Haan aus Lehrte als Spielausschussobmann des NFV Kreises Hannover-Land mit seinen Kollegen vom Spielausschuss nur noch vor der schweren Aufgabe stehen würde, um die Mannschaften für die einzelnen Ligen einzuteilen. Zwar schien nach sportlichen Gesichtspunkten nach Absolvierung aller Auf - und Abstiegsspiele die Frage geklärt, in welchen Ligen die Vereine mit ihren Mannschaften von der Kreisliga bis hin zu 4. Kreisklasse spielen werden, so dass nur noch Klarheit geschaffen werden muss, wie sich die einzelnen Klassen aus geographischen Gesichtspunkten zusammen setzen werden. „Wir müssen zum Beispiel darauf achten, dass den Vereinen mögliche Derbys erhalten bleiben“, verriet Dietmar de Haan in einem Gespräch mit dem Marktspiegel. Zu diesem Zeitpunkt frohlockte der Spielausschussobmann noch: „Nur gut, dass wir die Ligen auf 14 Vereine reduziert haben, so dass uns etliche Freiräume für eventuelle Nachholspiele zur Verfügung stehen.“
Gericht hebt Abstieg auf
Doch ahnte Dietmar den Haan zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihm nur wenig später unliebsame Post in Form einer Mail vom Sportgericht mit brisantem Inhalt ins Haus flattern sollte und er damit vor einem zusätzlichen Problem stand. So hatte Andreas Kriete vom SV Germania Grasdorf in seiner Eigenschaft als stellvertretender Spartenleiter die Ausschreibung genau durchgelesen und unter Punkt 4 einen Passus entdeckt, der besagte, dass die gleitende Skala mit zusätzlichen Absteigern nur angewandt werden könne, wenn mehr als vier Vereine aus dem hiesigen Raum in den Kreis Hannover-Land absteigen würden. Da dies nicht der Fall war und nur der TuS Altwarmbüchen, SV Ramlingen/Ehlershausen II und der MTV Engelbostel/Schulenburg absteigen mussten, waren auch die angesetzten Relegationsspiele null und nichtig. Im Klartext bedeutet dies, dass aus den drei Kreisligen die Tabellendreizehnten TSV Kleinburgwedel, SC Wedemark und TSV Barsinghausen II entgegen den ersten Ankündigungen nicht absteigen brauchen. Außerdem dürfen sich in der 1. Kreisklasse die drei Relegationsverlierer TSV Isernhagen, SV Resse und Germania Grasdorf II über ihren nachträglichen Klassenerhalt freuen, da sie in der 1. Kreisklasse bleiben dürfen.
Die Entscheidung des Sportgerichts veranlasste den Spielausschuss nun, die ursprüngliche Absicht, mit 14 Mannschaften den Spielbetrieb Ende August zu beginnen, für das nun beginnende Spieljahr zu revidieren. Somit wird die Kreisliga wieder mit zwei Staffeln mit jeweils 16 Mannschaften und wie bisher mit einer 15er Staffel den Punktspielbetrieb aufnehmen.
Rätselraten über Staffeleinteilung
Wie sich die Kreisliga, Staffel 1, in der kommenden Saison zusammensetzt, konnte der Spielausschussobmann noch nicht sagen. „Das werden wir Anfang Juli entscheiden“, sagte Dietmar de Haan. Von den bisherigen 16 Mannschaften sind nur Aufsteiger TSV Burgdorf II und die Absteiger FC Burgwedel und der 1. FC Burgdorf nicht mehr dabei, so dass sich der Stamm für die künftige Kreisliga 1 aus den bisherigen 13 Vereinen zusammensetzen könnte, die wie folgt lauten:
SV 06 Lehrte, BSV Gleidingen, TSV Friesen Hänigsen, TSV Germania Arpke, SpVg Laatzen, SV Uetze 08, SuS Sehnde, SC Hemmingen/Westerfeld, FC Neuwarmbüchen, SV Arnum II, Sportfreunde Aligse, SV Hertha Otze und TSV Kleinburgwedel. Hinzu könnten der Aufsteiger SV Yurdumspor Lehrte sowie die Bezirksligaabsteiger TuS Altwarmbüchen und SV Ramlingen/Ehlershausen II kommen. In diesem Falle wäre die Liga mit 16 Vereinen wieder komplett.
Doch wird dieser Fall wohl nicht eintreffen, was nicht nur mit dem Aufstieg des SV Wilkenburg in die Kreisliga zusammenhängt. Da die Wilkenburger ein Stadtteilverein aus Hemmingen/Westerfeld sind, soll ihnen nach der Vorstellung von Dietmar de Haan das Derby gegen den SC Hemmingen/Westerfeld zustehen. Auch der TSV Pattensen II würde gerne gegen die Südvereine BSV Gleidingen, SV Arnum II, SC Hemmingen/Westerfeld und die SpVg Laatzen spielen. Nach Mitteilung des Spielausschusses wurde nun auch noch kurzfristig der Reserve des MTV Ilten als Tabellendritter der 1. Kreisklasse der Aufstieg in die Kreisliga ermöglicht, so dass es nun immer schwieriger wird, eine Lösung für die Klasseneinteilung vorzunehmen.
Eine Möglichkeit wäre auch, die Teams vom BSV Gleidingen, SpVg Laatzen, SC Hemmingen/Westerfeld, SV Arnum II und SV Wilkenburg in die Kreisliga 3 einzureihen. Die Kreisliga 1, besser als Burgdorfer Staffel bekannt, würde in diesem Fall durch den Wegfall der hannoverschen Mannschaften auf neun Vereine reduziert werden und dann durch den MTV Ilten II und die „Westvereine“ Blau-Gelb Elze, SC Wedemark sowie die Langenhagener Vereine TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II, Sparta Langenhagen und MTV Engelbostel/Schulenburg aufgefüllt werden. Wie man an den Rechenbeispielen sieht, werden es die Mitglieder des Spielausschusses nicht leicht haben, wie für die kommende Saison die 16er (oder die 15 er) Staffel aussehen wird, an der die Vereine in den drei Kreisligen am Punktspielbetrieb teilnehmen werden.

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