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TSV spielt gegen den Traditionsclub VfL Gummersbach

So kennen ihn die TSV-Anhänger. Hannes Jon Jonsson versucht zwischen zwei Gegenspielern durchzubrechen.
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  • Foto: Holger Staab
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BURGDORF (hs). Eine mehr als erstaunliche Entwicklung machte der Gegner der TSV Hannover-Burgdorf bis zum Heimspiel am Mittwoch, 23. Mai. Der VfL Gummersbach war nach äußerst schwachen Leistungen in der Hinrunde der Saison 2011/2012 schon fast abgeschrieben und stand am Ende des vergangenen Jahres mit 8:28-Punkten auf einem Abstiegsplatz. Dann entwickelte sich die Mannschaft erstaunlich gut, hat mittlerweile den Klassenerhalt geschafft und könnte sogar noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.
Für die TSV Hannover-Burgdorf wird das Spiel deshalb am Mittwoch ab 20.15 Uhr eine ganz schwere Aufgabe sein.
Die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer hofft auf ihre Fans in der AWD-Hall, die in den letzten Spielen sehr viel Unterstützung zeigten und hinter ihrem Team standen, auch wenn es mal nicht nach Wunsch lief und Schwächen offenbart wurden. Nach dem 25:23-Heimerfolg gegen Frisch Auf Göppingen ist die TSV Hannover-Burgdorf aber gesichert, kann jetzt frei aufspielen und muss nicht mehr an den Abstiegskampf denken. Möglicherweise wird das Torge Johannsen und seine Mitspieler noch mal beflügeln und in ihren Leistungen stärken. Im Endklassement könnte die TSV noch den 12. Platz schaffen. Nach dem Punkterekord für eine Burgdorfer Mannschaft in der TOYOTA Handball-Bundesliga könnte das auch die beste Platzierung werden, die die TSV bisher in den drei Ligajahren erzielt hat. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, denn nach der Partie gegen Gummersbach folgt das Auswärtsspiel bei der SG Flensburg-Handewitt und zum Saisonabschluss das Heimspiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke.
Im Vordergrund steht aber zunächst die Begegnung mit dem Traditionsclub aus Gummersbach. Im Hinspiel schafften Morten Olsen und Co ein 33:33-Unentschieden und konnten sich im Dezember 2011 mit 12:20-Punkten auf den 12. Tabellenplatz verbessern. Nach einem weiteren Erfolg in Lübbecke war das eine perfekte Ausgangsposition für die Rückrunde und das Jahr 2012.
Der VfL schaffte dann eine bemerkenswerte Serie. 15:3-Punkte aus den folgenden acht Partien katapultierte die Mannschaft um Emir Kurtagic, der das Traineramt von Sead Hasanefendic übernommen hatte, ins gesicherte Mittelfeld und so kann der Altmeister ohne Abstiegssorgen in Hannover anreisen. Wichtige Akteure, die für diesen Umschwung sorgten, waren sicherlich Allrounder Kentin Mahé, Kreisläufer Patrick Wiencek oder auch Christoph Schindler. Sie alle stellten sich in den Dienst der Mannschaft und des Vereins und konnten so den drohenden Weg in die Zweitklassigkeit abwenden.
Der VfL ist wieder wer und hat neben den genannten Akteuren noch weitere torgefährliche Spieler im Team. Barna Putics zum Beispiel glänzt als Torschütze von der linken Rückraumseite. Vedran Zrnic auf der Rechtsaußenposition hat eine gute Torquote und auch Kreisläufer Igor Anic kann wichtige Treffer erzielen. Über allen steht zuletzt aber der nur 1,85 Meter große Mahé, der kaum auszuschalten ist und von vielen Positionen den direkten Weg zum Tor sucht. Der Franzose, der 2011 vom DHC Rheinland nach Gummersbach wechselte, hat sich ganz stark entwickelt und kann auch in Hannover zum Matchwinner werden. Die TSV muss insbesondere Mahés Leistung in den Augenschein nehmen und versuchen, die Würfe abzublocken oder ihn frühzeitig am Torwurf zu hindern.
Erfolgsrezept für die Landeshauptstädter dürfte wieder die Defensive sein. Gelingt hier eine starke Mannschaftsleistung und ein kompaktes Auftreten, dann könnte das Spiel auch erfolgversprechend verlaufen. Zuletzt konnten sich auch die TSV-Angreifer verbessern, aber immer noch gilt es, die Torquote im Vergleich zu anderen Teams der Liga zu verbessern.
Die Gummersbacher Fans haben, trotz drastischer Sparmaßnahmen in dieser Serie im Verein, immer noch eine hohe Erwartungshaltung an ihre Mannschaft. Nach dem Europapokalsieg 2011 und der tollen Aufholjagd in der Rückrunde der laufenden Serie ist diese Erwartungshaltung wieder aufgeflammt. Die VfL-Spieler laufen in Hannover also als klarer Favorit auf. Vielleicht ist das für Piotr Przybecki und seine Mitspieler gut, denn gegen Favoriten konnten sie bereits einige Male in der AWD-Hall überzeugen. Ohne Druck und mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen könnten die Nordmeyer-Schützlinge eine Topleistung abliefern und einen Sieg ansteuern.

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