Für die TSV Hannover-Burgdorf beginnt die Zeit der Wahrheit

Spielmacher Morten Olsen will sich am Sonnabend gegen Friesenheim auch in der 1 gegen 1 Situation erfolgreich durchsetzen.
  • Spielmacher Morten Olsen will sich am Sonnabend gegen Friesenheim auch in der 1 gegen 1 Situation erfolgreich durchsetzen.
  • Foto: Holger Staab
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BURGDORF (hs). Die TSV Hannover-Burgdorf braucht jetzt die Unterstützung aller Handballer aus der Region Hannover. Es beginnt die entscheidende Phase der Saison und es wird die Antwort auf die Frage gesucht, ob es dem Bundesligisten gelingt, den Klassenerhalt zu schaffen. Dazu ist am Sonnabend, 19. März, ab 19 Uhr ein Sieg gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim eine wichtige Voraussetzung. Nur ein doppelter Punktgewinn kann die Mannschaft wieder in Reichweite eines Nichtabstiegsplatzes bringen.
Mitte März, bis hierhin und nicht weiter! Das haben die Verantwortlichen der TSV für die Saison 2010/2011 in der TOYOTA Handball-Bundesliga immer gesagt. Jetzt ist die Zeit gekommen und die Mannschaft muss den Beweis für die Qualifikation zur höchsten deutschen Spielklasse antreten, denn jetzt kommen Gegner in die AWD-Hall, die bezwungen werden müssen. Die augenblickliche Position in der Tabelle reicht nicht für den Verbleib in der Liga. Aber es sind noch zehn Spiele zu absolvieren, in denen die Spieler um Asgeir Örn Hallgrimsson mit Friesenheim, HBW Balingen-Weilstetten, HSG Ahlen-Hamm und DHC Rheinland Teams in Hannover erwarten, die von der Leistungsstärke her auf gleicher Höhe mit der TSV stehen dürften.
Am Sonnabend ist mit der TSG Friesenheim der erste Gegner in der AWD-Hall zu Gast, der als lösbare Aufgabe angesehen werden kann. Es wird ein Duell mit Emotionen und echtem Abstiegskampf. Die beiden Mannschaften werden sich nichts schenken. Das konnte auch schon im ersten Aufeinandertreffen in der Hinrunde beobachtet werden. In diesem Spiel revanchierte sich Friesenheim für die bittere Niederlage im Aufstiegskampf im Juni 2009, als sie in Hannover in letzte Sekunde in der Relegation scheiterten und gleichzeitig die TSV den Aufstieg feiern konnte. Jetzt ist es an der TSV, sich für die Niederlage in Ludwigshafen zu revanchieren.
Die Mannschaft um den neuen Coach Christopher Nordmeyer hat in den letzten Wochen gut trainiert und sich ganz speziell auf die kommenden Aufgabe vorbereitet. Die zweiwöchige Punktspielpause nach der 27:35-Niederlage beim VfL Gummersbach nutzte die TSV, um Kraft zu tanken und neue Reserven aufzubauen. Damit hat sich das Team eine Grundlage geschaffen, um am Sonnabend bestehen zu können. Aber es ist notwendig, die Kräfte auch auf dem Hallenboden umzusetzen, Chancen in Tore zu verwandeln und mit dem unbedingten Willen zum Sieg in der AWD-Hall aufzutreten. Nur dann gelingt in den folgenden wichtigen Spielen auch der Durchbruch und Weg aus der Abstiegszone wird frei.
Der Gast aus Ludwigshafen kommt mit einer eingespielten Mannschaft nach Hannover. Sie leben von ihrer kämpferischen Einstellung, die der erfolgreiche Aufstiegstrainer Thomas König vermittelt. Sowohl in eigener Halle als auch auswärts sind sie jederzeit gefährlich und können auch Spitzenmannschaften der Bundesliga an den Rand einer Niederlage bringen. Es geht also eine akute Gefahr von der TSG aus, die Gäste werden in der AWD-Hall selbstbewusst auftreten und Piotr Przybecki und seine Mitspieler dürfen Friesenheim nicht unterschätzen.
Aufgrund der Hinspielniederlage kann das aber normalerweise nicht passieren, auch wenn die TSG in den vergangenen Begegnungen, wie die TSV, viele Punkte abgeben musste und mit 11 Pluspunkten nur auf dem 15.Tabellenplatz zu finden ist. Umso wichtiger, dass sich die Nordmeyer-Schützlinge auf ihr Spiel konzentrieren und in der Defensive die Friesenheimer Angreifer aggressiv empfangen. Mit Philipp Grimm ist der torgefährlichste Friesenheimer schnell ausgemacht. Der Linksaußen ist pfeilschnell und treffsicher und muss früh gestört werden. Das gilt auch für Kreisläufer Evgeni Pevnov, der möglichst kein Zuspiel bekommen sollte, denn kurze Zeit später wird der Ball im Netz zappeln. Auch von der linken Rückraumseite droht Gefahr für das TSV-Tor. Der 25-jährige Gunnar Dietrich hat schon mit 2,03 Metern eine große Statur und dazu einen harten Wurf. Zudem verfügen die Friesenheimer mit Andrej Kogut und Benjamin Matschke über zwei fast gleichwertige Spielmacher, deren Wirkungskreis von der TSV-Abwehr eingeschränkt werden sollte.
Für die TSV gibt es keine Alternativen. Mit vollem Ehrgeiz muss ein Erfolg gelingen, dabei dürfen Lars Lehnhoff und Co aber nicht verkrampfen und die beiden Torwarte Nenad Puljezevic und Jendrik Meyer sollten einen guten Tag erwischen. Als mögliche Alternative im Angriff steht am Sonnabend, nach langer Verletzungspause, Gustav Rydergard wieder zur Verfügung und wird vielleicht in der Defensive einige Einsatzminuten bekommen.

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