Mehr als Platz 6 war für die TSG nicht drin

Er ist auch in der nächsten Saison für die TS Großburgwedel in der 3.Liga dabei – Kreisläufer Andrius Stelmokas.
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  • Foto: Holger Staab
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BURGWEDEL (hs). Die Freude über den Aufstieg in die 3. Liga des Deutschen Handballbundes war im vergangenen Jahr bei der Turnerschaft Großburgwedel groß. Lange nach den erfolgreichen Zeiten in der Regionalliga mit Hans Kramer, Detlef Hoyer und Co konnte Burgwedel sich wieder in den Vordergrund des Handballinteresses schieben. Die TSG wurde nach TSV Hannover-Burgdorf, HSV Hannover und HF Springe die vierte Handballmacht in der Region Hannover. Als Aufsteiger präsentierte sie sich während der Saison 2011/2012 prächtig und mit dem 6. Platz können Handballchef Dr. Karsten Hoppenstedt und die Verantwortlichen zufrieden sein.
Die TSG hatte sich mit Andrius Stelmokas, Thomas Bergmann, Stefan Schmidt-Kolberg, Niko Blanke, Torwart Johannes Müller und Bjarni Aron Thordarsson vor der Serie gut verstärkt und legte gleich einen furiosen Saisonstart mit vier Erfolgen hin. Erst am fünften Spieltag musste eine 24:33-Niederlage beim späteren Vizemeister HF Springe kassiert werden. Aber die Mannschaft um Spielertrainer Heidmar Felixson reagierte gelassen mit einem 38:31-Sieg gegen HSV Insel Usedom und setzte sich wieder an die 3. Tabellenposition.
In der Folge gab es jedoch nicht nur Niederlagen, sondern auch viele Verletzungen, die das Team um Torwart Jörg-Uwe Lütt immer wieder zurückwarfen. Mit Paul Schirmer, Robertas Pauzuolis und auch Felixson fielen wichtige Akteure aus dem Rückraum aus. Thordarsson, Schmidt-Kolberg und der kurzerhand vom Außen- zum Rückraumspieler umfunktionierte Bergmann konnten die Ausfälle zwar gut, aber nicht komplett kompensieren. Trotz einiger unglücklicher Niederlagen, etwa beim 23:24 bei HSV Hannover und dem Abrutschen auf den 8. Platz mit 11:11-Punkten, gab sich die TSG nicht auf und hielt bis zum Ende der Hinrunde das ausgeglichene Punktekonto mit 15:15-Punkten.
Über den Jahreswechsel motivierten sich die Felixson-Schützlinge und konnten nicht nur im Training überzeugen. Vier Siege in Folge ließen die Mannschaft wieder auf den sechsten Platz vorrücken und der sollte jetzt noch ausgebaut werden. Die Leistungen bei den Auswärtspartien beim TV Altenholz (24:22) oder bei der SG Achim/Baden (34:18) machten Hoffnung auf einen 5. Platz im Endklassement.
Auch wenn die Rückkehr ins Team von Felixson als Spieler und von Pauzuolis als Rückraumshooter nicht mehr so richtig klappte, zeigte die Mannschaft um den Motivator Stelmokas gute Partien und tolle Begegnungen. Aber es gab auch Rückschläge, wie bei der 26:32-Heimpleite gegen die Reinickendorfer Füchse II oder dem 26:27 beim Stralsunder HV. Insgesamt schlug sich die TSG aber beachtlich, denn die Ausfälle der Leistungsträger waren nicht so einfach wegzustecken. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn die Mannschaft über die gesamte Serie in kompletter Besetzung hätte spielen können?“, spekulierte auch Coach Felixson bereits einige Spieltage vor dem Saisonende.
Aber dies bewegt sich im Bereich der Spekulation und ohne Verletzungen kommen im Handball leider nur wenige Teams über die gesamte Saison. Der letztlich 6. Tabellenplatz mit 33:27-Punkten und 837:834-Toren kann sich sehen lassen und auch die Verantwortlichen der TSG sind zufrieden mit der Serie als Neuling in der 3. Liga.
Allerdings wird sich das Gesicht der Mannschaft grundlegend ändern. Mit Felixson wird der Kopf des Teams als Jugendkoordinator zur TSV Hannover-Burgdorf wechseln. Auch Niko Blanke und Thordarsson verlassen den Verein. Zudem wird Pauzuolis seine Handballschuhe an den Nagel hängen, seine Rückenverletzung lässt keinen weiteren Einsatz mehr zu.
Hoppenstedt hat aber bereits reagiert und mit Jürgen Bätjer einen neuen Trainer engagiert. Bätjer ist zuversichtlich, ein neues Team zu formen, das in der Liga bestehen kann. Die erfahrenen Spieler Lütt und Stelmokas haben ihr Bleiben bereits signalisiert und auch drei Neuzugänge stehen bereits fest. Bätjer wird zudem von seiner ehemaligen Mannschaft, der Bundesliga-A-Jugend von Eintracht Hildesheim, Spieler nach Burgwedel locken können. „Ich bin zuversichtlich, dass ich mit Euphorie und Willen in Großburgwedel einiges bewegen kann“, meinte der neue Coach und B-Lizenz-Inhaber.
Es wird also in der Saison 2012/2013 eine neue Mannschaft in der Burgwedeler Halle am Schulzentrum „Auf der Ramhorst“ auflaufen, soviel steht fest. Wie sich dieses Team in der zweiten Serie in der 3. Liga behaupten kann, werden die ersten Partien ab September zeigen.

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