TSV Hannover-Burgdorf muss bei starker HSG Wetzlar antreten

Aus dem rechten Rückraum will Jan-Fiete Buschmann am Freitag bei der HSG Wetzlar für Unruhe sorgen.
  • Aus dem rechten Rückraum will Jan-Fiete Buschmann am Freitag bei der HSG Wetzlar für Unruhe sorgen.
  • Foto: Holger Staab
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BURGDORF (hs). Mit einem tollen Saisonstart und 6:0-Punken sorgte der nächste Gegner der TSV Hannover-Burgdorf, die HSG Wetzlar, am Anfang der Saison in der DKB Handball-Bundesliga für Furore. Damit setzten sich die Spieler um Trainer Kai Wandschneider in der Spitzengruppe fest. Das hat sich nunmehr nach sieben Spieltagen und 9:5-Punkten etwas relativiert, aber die RECKEN der TSV werden es bei der HSG schwer haben, einen doppelten Punktgewinn verbuchen zu können.
Am Freitag, 12. Oktober, ab 19.45 Uhr müssen die Spieler in der RITTAL-Arena in Wetzlar schon eine überdurchschnittliche Leistung zeigen. Die TSV hat aber bisher bewiesen, dass sie nicht nur gegen Spitzenteams in eigener Halle mithalten kann, sondern auch auswärts durchaus zu den Teams gehört, die Punkte aus fremden Hallen mitnehmen kann. Und das ist auch notwendig, um nicht in gefährdete Regionen zu kommen, denn die nächsten Gegner in Hannover sind mit den Rhein-Neckar Löwen und der SG Flensburg-Handewitt gleich zwei Spitzenteams. Punkte auswärts wären in dieser Phase deshalb mehr als wichtig.
Die Qualitäten dazu haben die RECKEN, denn die Neuzugänge um den starken Kreisläufer Joakim Hykkerud sind mittlerweile voll im Team integriert, sind als Verstärkungen anerkannt und helfen der TSV in jedem Spiel ein bisschen weiter. Dazu kommt, dass Tamás Mocsai auf seiner Stammposition auf der rechten Rückraumseite für leichte Treffer sorgen kann und im linken Rückraum Mait Patrail gut ins Team gefunden hat. Er ist ein ständiger Unruheherd in der gegnerischen Deckung und kann so für Lücken im Defensivverhalten der Wetzlarer sorgen.
Der Gastgeber hat sich für die Saison 2012/2013 mit Fannar Thor Fridgeirsson vom TV Emsdetten, Michael Müller von den Rhein-Neckar Löwen, Tobias Reichmann vom THW Kiel und Jens Tiedtke vom TV Großwallstadt gezielt verstärkt. Die Neuzugänge spielten gleich von Saisonbeginn an eine gute Rolle und besonders Müller hat eine Führungsposition eingenommen. „Wir wollen endlich einmal Ruhe haben“, wünschte sich Geschäftsführer Björn Seipp vor der Saison. Der Beweis mit drei Erfolgen zum Serienstart und dabei ein deutlicher 33:26-Sieg gegen den HSV Hamburg unterstrichen diese Aussage deutlich.
Neben Müller sind aber auch noch der Riese im Mittelblock, Daniel Valo, Kreisläufer Kari Kristjan Kristjansson, Steffen Fäth im linken Rückraum und die beiden Torwarte Nikola Marinovic und Nikolai Weber zu beachten. Die Defensive muss von der TSV erst einmal überwunden werden. Das wird nur durch schnell vorgetragene Angriffe und konzentriertes Aufbauspiel möglich sein.
Zudem spielt die Deckungsvariante eine wichtige Rolle. Coach Nordmeyer wird seinen Spielern aggressive Deckungsarbeit verordnen. Nur so können die starken Angreifer der HSG gestoppt werden. Auswärts könnte ein wenig die Motivation fehlen, da der letzte Schub von den Tribünen ausbleibt, aber darauf dürfen die RECKEN nicht achten, sondern müssen ihr Spiel finden und mit ihrem Engagement dafür sorgen, days sich die HSG nicht entfalten kann. Gelingt das, dann besteht durchaus die Chance auf zwei Pluspunkte in fremder Umgebung.
Nach dem 31:27-Heimsieg gegen den TV Großwallstadt und mittlerweile 7:7-Punkten ist die TSV im Soll, kann ohne Druck in Wetzlar auflaufen und sollte so durchaus Siegchancen besitzen.

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