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Spatenstich für Glasfaserausbau

Der Hülptingser Ortsvorsteher Cord-Heinrich Schweer (von links), Thomas Bartels und Jens Göppert von der Telekom und Bürgermeister Armin Pollehn geben mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Glasfaserausbau.
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  • Der Hülptingser Ortsvorsteher Cord-Heinrich Schweer (von links), Thomas Bartels und Jens Göppert von der Telekom und Bürgermeister Armin Pollehn geben mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Glasfaserausbau.
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Hülptingsen/Burgdorf (fh). Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Telekom am Mittwoch den Glasfaserausbau in Hülptingsen begonnen, um die Bewohner dort mit schnellem Internet zu versorgen. Danach soll die Innenstadt zwischen Markt- und Gartenstraße, Bahnhofsstraße und Vor dem Celler Tor folgen. „Das ist aber erst der Anfang. Im nächsten Schritt wollen wir uns ein deutlich größeres Gebiet vornehmen mit einem Vielfachen an Bewohnern“, kündigt Telekom-Regiomanager Jens Göppert an. Noch liefen die letzten Abstimmungen, aber demnächst wolle das Unternehmen bekannt geben, um welchen Bereich es sich handele.
Im ersten Schritt können nun etwa 1780 Haushalte in den Baugebieten südlich und östlich des Beerbuschwegs in Hülptingsen schnelle Internetverbindungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde erhalten. Der Ausbau in diesem Abschnitt soll bis spätestens April 2023 abgeschlossen sein, eventuell sogar schon in diesem Jahr. Insgesamt wird die Telekom nach eigener Darstellung 50 Kilometer Glasfaser verlegen. 35 Kilometer davon könnten in Leerrohre eingezogen werden.
Für die restlichen 15 Kilometer muss die Firma König im Auftrag der Telekom neue Leitungen verlegen. Um die Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr möglichst gering zu halten, arbeite sie dabei mit Tagesbaustellen. Jeden Tag werde ein Graben von rund 100 Metern Länge auf- und abends nach dem Einbau wieder zugemacht. „Wir bauen dabei mit ‚Licht‘ im Rücken. Wenn eine Strecke fertig ist, können die Haushalte also direkt ans Glasfasernetz angeschlossen werden“, so Göppert.
Es ist übrigens kein Zufall, dass die Telekom mit dem Ausbau in Hülptingsen beginnt. Damit löst Bürgermeister Armin Pollehn eine Zusage ein, die er den Bewohnern des dortigen Baugebiets gegeben hat. „Ursprünglich hatten wir geplant, in der Kernstadt zu startet, wo unsere Hauptverteiler stehen. Aber die Stadtverwaltung hat uns darum gebeten, Hülptingsen möglichst weit nach vorne zu ziehen“, so Göppert.
Denn im vergangenen Jahr sind mehrfach Anwohner aus diesem Bereich zu Rats- und Ausschusssitzungen gekommen, um Politik und Verwaltung auf die unzureichende Internetversorgung aufmerksam zu machen. „Der Bedarf ist dort einfach unglaublich hoch, weil dort viele junge Familien mit schulpflichtigen Kindern leben“, beschrieb Ortsvorsteher Cord-Heinrich Schweer die Lage.
Vor allem während der Corona-Epidemie habe die Bandbreite einfach nicht ausgereicht, wenn die Kinder im Home-Schooling und die Eltern im Home-Office gleichzeitig an Videokonferenzen teilnehmen mussten. „Die Bewohner haben sich unheimlich dafür ins Zeug gelegt und anfangs war es ein mühsames Ringen. Deshalb bin ich froh und dankbar, dass ihr Einsatz jetzt von Erfolg gekrönt ist“, so Schweer.
Bürgermeister Pollehn bezeichnete den Glasfaserausbau als zukunftsgewandten Schritt. „Eine schnelle und stabile Internetversorgung gehört im Haushalt heute genauso dazu wie Wasser- und Stromversorgung“, betonte er. Deshalb sei er dankbar, dass die Telekom in Burgdorf investiere. Und mit Blick auf Hülptingsen ergänzte er: „Ich freue mich, dass der Ort bald nicht nur an die Welt angeschlossen ist, sondern sie auch live und ohne Unterbrechungen erleben kann.“
Die Häuser werden allerdings nicht automatisch angeschlossen, sondern nur, wenn ein entsprechender Vertrag mit der Telekom abgeschlossen wird. „Die Kunde müssen selbst aktiv werden“, betont Göppert. Während andere Anbieter den Ausbau nur beginnen, wenn vorab mindestens 40 Prozent der Haushalte unterschrieben haben, arbeitet die Telekom aber ohne Mindestquote. „Wir haben da in den vergangenen Monaten und Jahren Erfahrungswerte gesammelt. Und es hat sich gezeigt, dass letztlich genug Verträge zusammenkommen, sodass die Projekte für uns wirtschaftlich sind“, erläutert Göppert.
Mit der Vermarktung beginnt das Unternehmen deshalb erst parallel zum Ausbau. Geplant seien beispielsweise Postwurfsendungen, Anzeigenschaltungen und eine Infoveranstaltung per Livestream am Donnerstag, 14. Juli, ab 18 Uhr. Außerdem würden Mitarbeiter bei potenziellen Kunden anrufen und auch von Haustür zu Haustür gehen. „Sie können sich entsprechend ausweisen und wollen niemanden zur Unterschrift drängen, sondern in einem Beratungsgespräch erörtern, ob ein Glasfaseranschluss für den Betreffenden sinnvoll ist“, betont Göppert mit Blick auf den schlechten Ruf solcher Haustürgeschäfte.
Wer sich während der Ausbauphase für einen entsprechenden Vertrag entscheidet, erhält den Hausanschluss kostenlos. Auch später könne er noch nachgerüstet werden, dann berechnet die Telekom aber 800 Euro. Außerdem könne es dann zu längeren Wartezeiten kommen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.telekom.de/glasfaser-burgdorf.

Autor:

Franka Haak aus Burgdorf

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