Seniorenrat sucht Kandidaten

Bürgermeister Armin Pollehn (Mitte) unterstützt den Vorsitzenden des Seniorenrates Lutz Bardelle und seine Stellvertreterin Monika Lass bei ihrer Suche nach Kandidaten für die nächste Wahl.
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Burgdorf (r/fh). Der Seniorenrat Burgdorf sucht Kandidaten für die Neuwahl im Herbst. Denn von den sieben bisherigen Mitgliedern wollen voraussichtlich nur drei erneut antreten. Bewerben können sich Burgdorfer, die mindestens 60 Jahre alt sind und sich ehrenamtlich für eine seniorenfreundliche Stadt engagieren möchten. „Wir würden uns ganz besonders freuen, wenn sich auch ältere Menschen mit Migrationshintergrund einbringen“, betont der Vorsitzende Lutz Bardelle.
Bürgermeister Armin Pollehn unterstützt den Aufruf des Seniorenrats zur Kandidatensuche und betont die Bedeutung des Gremiums. „Fast jeder dritte Burgdorfer ist über 60 Jahre alt. Deshalb ist eine starke Interessenvertretung dieser Altersgruppe wichtig“, betont er.
Ein Ziel möchte der Seniorenrat möglichst noch vor der Wahl erreichen: nämlich die Umwandlung des bisher informellen Gremiums in einen offiziellen Beirat mit städtischer Satzung. Davon erhoffen sich die Mitglieder nicht nur eine engere Anbindung an die Stadt und eine Stärkung ihrer Position, sondern auch eine größere demokratische Legitimation.
Bisher wurden alle Burgdorfer ab 60 Jahren zu einer Seniorenversammlung eingeladen, bei der die Vertreter dann von den Anwesenden gewählt wurden. „Wenn der Rat der Umwandlung in einen Beirat zustimmt, könnte im kommenden Herbst erstmals per Briefwahl abgestimmt werden, was eine deutlich breitere Beteiligung ermöglicht“, erläutert Bardelle.
Am Auftrag und den Zielen werde sich dadurch im Kern nichts ändern. Der Seniorenrat vertritt die Interessen der älteren Einwohner gegenüber Verwaltung und Politik. Dafür entsendet er auch Vertreter in einige Fachausschüsse des Rates. Außerdem hat er eine Reihe von Projekten initiiert, die ganz praktische Hilfe im Alltag bieten. So gibt es beispielsweise einen wöchentlichen Fahrdienst, der ältere Menschen zum Einkaufen oder zum Arzt bringt. Und der Seniorenrat bietet eine Notfallkarte an, die er vor rund drei Jahren zusammen mit DRK Burgdorf und weiteren Partnern entwickelt hat. Auf einem integrierten USB-Stick lassen sich digital Arztbefunde, benötigte Medikamente und Kontaktdaten abspeichern, damit diese im medizinischen Notfall schnell verfügbar sind.
Im vergangenen Jahr war vor allem die Unterstützung rund um die Corona-Impfungen ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Seniorenrates. „Wir haben in rund 250 Fällen Seniorinnen und Senioren, die damit überfordert waren, bei der Buchung von Terminen im Impfzentrum der Region Hannover helfen können und dafür viel Dankbarkeit geerntet“, so Bardelle.
Außerdem half der Seniorenrat beim Umgang mit Smartphone und PC, weil die digitale Kommunikation aufgrund der Kontaktbeschränkungen in der Pandemie enorm an Bedeutung gewann. „Inzwischen bieten wir dafür sogar regelmäßige Sprechstunden in einem Seniorenheim an“, erläutert die stellvertretende Vorsitzende Monika Lass.
Andere geplante Projekte und Veranstaltungen mussten wegen der Corona-Epiedemie hingegen ausfallen. „Wir hoffen, dass in der neuen Wahlperiode wieder mehr möglich sein wird“, betont Bardelle.
Wer eine Kandidatur für den Seniorenrat in Erwägung zieht, kann Kontakt aufnehmen per E-Mail an seniorenrat-burgdorf@gmx.de oder unter Telefon (05136) 898305 (Anrufbeantworter).

Autor:

Franka Haak aus Burgdorf

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