Mühlentag mit Holzofenbäckerei

Der VVV-Arbeitskreis bietet Brot und Kuchen aus der Holzofenbäckerei an.
2Bilder
  • Der VVV-Arbeitskreis bietet Brot und Kuchen aus der Holzofenbäckerei an.
  • Foto: VVV
  • hochgeladen von Franka Haak

Burgdorf (r/fh). Der VVV und die Stadt Burgdorf laden für den Pfingstmontag, 6. Juni, von 10.30 bis 17 Uhr zum Mühlentag an der Sorgenser Bockwindmühle, Otzer Landstraße, ein. Die Veranstaltung beginnt mit einem Ökumenischen Gottesdienst um 10.30 Uhr. Bis 17 Uhr sind die Besucher zu Erlebnis-Führungen durch die 1686 erbaute Mühle eingeladen, die als einzige von mehr als 15 Mühlen in der Umgebung den Wandel der Zeit als Baudenkmal überlebt hat. Für musikalische Unterhaltung sorgt ab 13.30 Uhr der Shantychor Störte-Bäcker unter der Leitung von Michaela Ahlborn. Sie übernimmt zusammen mit Monika Meier-Dutz auch die Begleitung am Akkordeon. Aus der VVV-Holzofenbäckerei gibt es frisches Brot und Kuchen. Hinzu kommen Imbiss- und Getränkeangebote. Der Eintritt zum Mühlentag ist frei.

Betriebseinstellung im Jahr 1960

Die Sorgenser Bockwindmühle ist von allen Himmelsrichtungen her zu sehen und setzt seit über 330 Jahren einen markanten Akzent im Landschaftsbild. Zudem stellt sie die letzte Mühle im Altkreis Burgdorf dar, die noch mit natürlicher Kraft gemahlen hat. Zu grundlegenden Erneuerungsarbeiten kam es 1783 durch den Müller Bodenstab. Dessen Familie betrieb fast 200 Jahre die Bockwindmühle, bevor der letzte Müller dieses Namens am 13. Oktober 1882 tragischerweise nach einem Gasthausbesuch in der Aue ertrank. 1960 stellte die seit 1918 von der Müllerfamilie Schwenke geführte Mühle den Betrieb ein. Bereits 1921 richtete die Familie neben dem Lokal eine jahrzehntelang beliebte Gastwirtschaft ein.
Um die Bockwindmühle zu erhalten, stellte sie die Bezirksregierung 1980 unter Denkmalschutz. 1985 ging sie in das Eigentum der Stadt über, die zunächst den baulichen und technischen Zustand untersuchen ließ. Um den Baukörper, die Flügel und das Mahlwerk wieder in einen betriebsfähigen Zustand zu bringen, erhielt das Celler Unternehmen Niebuhr den Auftrag für umfangreiche Sanierungsarbeiten. Sie dauerten vom Juni 1985 bis September 1988. Nach dem Abschluss fand ein großes Mühlenfest am 8. Oktober 1988 statt. Dieselbe Firma sorgte dafür, dass die Mühle genau 30 Jahre später - vom April bis Mai 2018 - originalgetreu nachgebaute neue Flügel erhielt.

VVV-Arbeitskreis Sorgenser Bockwindmühle

Die Organisation der Deutschen Mühlentags, der seit rund 30 Jahren immer am Pfingstmontag stattfindet, und der Führungen hat die Stadt Burgdorf als Eigentümerin 2021 dem neuen VVV-Arbeitskreis Sorgenser Bockwindmühle übertragen. Ziel ist es, die historische Anlage verstärkt in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken. Neben den traditionellen Führungen bietet der Arbeitskreis, der sich immer über neue Mitglieder freut, nun auch Familien-Erlebnisführungen und spezielle Kinderführungen an.
Vor einiger Zeit hat der Arbeitskreis zudem einen neuen Holzbackofen in Betrieb genommen, mit dem die Mitglieder zu speziellen Veranstaltungen frisches Brot und Kuchen backen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.vvvburgdorf.de.

Der VVV-Arbeitskreis bietet Brot und Kuchen aus der Holzofenbäckerei an.
Seit 330 Jahren setzt die Sorgenser Bockwindmühle einen markanten Akzent in der Landschaft.
Autor:

Franka Haak aus Burgdorf

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.