Königskette erzählt Geschichte(n)

Der Freihand-König von 2019 Hans-Joachim Brauer hat als Hinweis auf das Fuhrunternehmen Brauer einen LKW auf seinem Königsschild einarbeiten lassen.
  • Der Freihand-König von 2019 Hans-Joachim Brauer hat als Hinweis auf das Fuhrunternehmen Brauer einen LKW auf seinem Königsschild einarbeiten lassen.
  • Foto: Burgdorfer Schützengesellschaft
  • hochgeladen von Franka Haak

Burgdorf. Die Königswürde zu erringen ist in Burgdorf eine schwere Last. Nicht etwa, dass diese Würde eine große Verantwortung beinhaltet, sondern weil die Königsketten schwer auf den Schultern der Majestäten liegen. Beim großen Festumzug am Schützenfest-Sonntag und am Freitag im Folgejahr tragen die amtierenden Schützenkönige diese schweren Ketten.
Die Königsketten als äußeres Zeichen des Erfolges setzen sich aus vielen einzelnen Königsschildern zusammen. Denn, jeder Schützenkönig hält es für eine besondere Ehre, für die gewonnene Königskette ein Schild anfertigen zu lassen. Dieses Schild hat eine Beziehung zu seiner Person und häufig auch zu seinem privaten Bereich. Das älteste noch vorhandene Königsschild stammt aus dem Jahr 1615. Der Burgdorfer Schützenkönig vor über 400 Jahren hieß Rudolf Müller.
Zu den Königsschildern der Gegenwart: Hans-Joachim Brauer, König 1. Tag 2019 (Freihand) hat auf sein Königsschild einen LKW arbeiten lassen, ein Hinweis auf das Fuhrunternehmen Brauer. Wer das Schild aufmerksam betrachtet, erkennt auch die Korporation, der Brauer angehört. Die drei Türme oben am Wappen finden sich beim Junggesellencorps wieder.
Karsten Christiansen, König 2. Tag 2019 (Auflage), zeigt mit ganzem Stolz die Zugehörigkeit zu seiner Korporation. Sein Königsschild trägt die Initialen „CG von 1882“ – Club Germania von 1882.
Wenn nun ihre Amtszeit abgelaufen ist, werden die Schilder an den jeweiligen Königsketten befestigt und von ihren Nachfolgern stolz durch Burgdorfs Straßen getragen.

Autor:

Franka Haak aus Burgdorf

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