Erster Spatenstich für die IGS

Greifen für den symbolischen Spatenstich zur Schaufel: SPD-Ratspolitiker Gerald Hinz (von links) in Stellvertretung für den Bauausschussvorsitzenden, der Vorsitzende des Schulausschusses Hartmut Braun (Bündnis 90/Die Grünen), Lars Sadowski vom Totalunternehmer Goldbeck Ost, Schulleiterin Saskia van Waveren Matschke, Bürgermeister Armin Pollehn, Stadtplaner Andreas Fischer und der 1. Stadtrat Michael Kugel.
6Bilder
  • Greifen für den symbolischen Spatenstich zur Schaufel: SPD-Ratspolitiker Gerald Hinz (von links) in Stellvertretung für den Bauausschussvorsitzenden, der Vorsitzende des Schulausschusses Hartmut Braun (Bündnis 90/Die Grünen), Lars Sadowski vom Totalunternehmer Goldbeck Ost, Schulleiterin Saskia van Waveren Matschke, Bürgermeister Armin Pollehn, Stadtplaner Andreas Fischer und der 1. Stadtrat Michael Kugel.
  • hochgeladen von Franka Haak

Burgdorf (fh). Schon seit Monaten ist die Straße Vor dem Celler Tor gesperrt, weil sie für die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) umgebaut werden muss. Jetzt hat mit einem symbolischen Spatenstich offiziell auch der Bau des Schulgebäudes begonnen. Bürgermeister Armin Pollehn, Schulleiterin Saskia van Waveren-Matschke und Lars Sadowski vom beauftragen Totalunternehmer Goldbeck Ost griffen dafür gemeinsam mit Vertretern von Politik und Verwaltung zur Schaufel.
Zu Beginn der Veranstaltung spielte eine kleine Schulband um den Musiklehrer Sven Marks. Gleich bei ihrem allerersten öffentlichen Auftritt trotzten sie den erschwerten Bedingungen. Während Laura in die Tasten des E-Pianos griff, waren im Hintergrund die Baumaschinen zu hören. „Ich habe noch nie so zarte Töne auf einer so großen und lauten Baustelle gehört“, zollte Bürgermeister Armin Pollehn ihnen Respekt.
Den ersten Spatenstich bezeichnete er als Meilenstein. „Es ist ein großer Tag für Burgdorf. Vor zehn Jahren hätte noch niemand gedacht, dass wir hier auf diesem Grundstück jetzt eines der größten Bauprojekte der Stadt umsetzen“, so der Bürgermeister. Ziel sei es, dass die Schule im Sommer 2024 in den Neubau ziehen könne. „Wir sind aktuell im Zeitplan“, betonte Pollehn.
Der Umzug werde von den Lehrern und Schülern der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule (RBG) schon herbeigesehnt. „Wenn wir erst im Neubau sind, wird alles besser. Dieser Satz begleitet uns nun schon seit Jahren“, betonte Schulleiterin Saskia van Waveren-Matschke. Sie sei dankbar, dass Politik und Verwaltung den Neubau auf der grünen Wiese ermöglichten und dabei die Interessen und Wünsche der Schule anhörten und ernstnähmen. „Wir haben lange gehofft und gebangt, bis uns die ersten Beschlüsse Sicherheit gegeben haben“, blickte sie zurück.
Im Rat hat es immer wieder Streit um die IGS gegeben: Soll sie einen Neubau erhalten oder im Bestand erweitert werden? Soll sie eine eigene Oberstufe bekommen oder mit der zehnten Klasse enden? Benötigt sie eine Drei- oder eine Vier-Feld-Sporthalle mit oder ohne Tribüne? All diese Fragen haben die Politiker kontrovers diskutiert, bevor sie sich schrittweise für einen Neubau inklusive Oberstufe und Vier-Feld-Sporthalle mit Tribüne entschieden. Auch die Kosten für das Bauprojekt sorgten immer wieder für Kritik. Mittlerweile liegen sie bei rund 67 Millionen Euro.
In seinem Grußwort zum ersten Spatenstich hob der Bürgermeister hervor, dass es bei einem Projekt dieser Größenordnung ganz normal sei, dass nicht immer alles nur harmonisch ablaufe. „Es braucht dafür Zeit, Debatte und kritische Nachfragen“, sagte Pollehn, der vor drei Jahren als CDU-Ratsherr selbst noch gegen die Oberstufe gestimmt hatte. Nun betonte er, dass die Stadt mit dem IGS-Neubau unterm Strich den richtigen Weg eingeschlagen habe. „Das ist ein wichtiger Beitrag zu unserem Ziel, Burg­dorf als guten Bildungsstandort zu stärken. Die Stadt wächst und auch die Schülerzahlen steigen. Dem müssen wir Rechnung tragen, nicht nur bei der Quantität, sondern auch bei der Qualität“, sagte er.
Er bedankte sich bei der Bauabteilung und der Gebäudewirtschaft, die das Projekt vorbereitet haben und es begleiten, beim Projektsteuerer Drees & Sommer, der die Stadt dabei unterstützt und beim Totalunternehmer Goldbeck Ost, der die Regie beim Bau übernimmt. „Wir sind froh, ihn an Bord zu haben. Bisher läuft die Zusammenarbeit sehr effizient“, so Pollehn.
Lars Sadowski von Goldbeck Ost hob den Symbolcharakter des ersten Spatenstichs hervor. „Diese Tradition kommt aus einer Zeit, als es noch keine Bagger gab und man eine Baustelle nur voranbringen konnte, indem man eine Schaufel in die Hand nahm“, rief er in Erinnerung und ergänzte: „Auch heute machen wir damit deutlich, dass wir jetzt Tatsachen schaffen wollen!“

Autor:

Franka Haak aus Burgdorf

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.